Lokales

Spritzmittel dürfenBienen nicht gefährden

KREIS ESSLINGEN Bienen sind durch die Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen sowie die Produktion von Honig und Wachs von hoher ökologischer und ökonomischer Bedeutung. Daher müssen bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln die zum Schutz der Bienen erlassenen Vorschriften genauestens beachten werden. Wer dies nicht tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit erheblichen Schadensersatzforderungen des geschädigten Imkers rechnen.

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Nach der Bienenschutzverordnung ist es verboten, bienengefährliche Pflanzenschutzmittel anzuwenden, wenn Pflanzen blühen. Dieses Anwendungsverbot gilt auch für nichtblühende Pflanzen, auf deren Oberfläche Honigtau klebt. Honigtau ist eine zuckerhaltige Ausscheidung der Blattläuse, die Bienen anlockt. Weiterhin ist darauf zu achten, dass keine blühenden Pflanzen durch Abtrift getroffen werden. Außerdem darf die in der Gebrauchsanleitung angegebene Aufwandmenge beziehungsweise Anwendungskonzentration nicht überschritten werden. Auch Mittel, die nicht bienengefährlich sind, sollten möglichst vor oder nach dem täglichen Bienenflug gespritzt werden. Das Landwirtschaftsamt des Landkreises Esslingen wird auch in diesem Jahr wieder Spritzbrüheproben bei Landwirten, Obstbauern und Kleingartenbesitzern ziehen. Bei begründetem Verdacht auf eine Bienenvergiftung durch Pflanzenschutzmittel sollte umgehend der Polizeiposten Plochingen, Arbeitsbereich Umwelt und Gewerbe, Telefon 07153/307-150, oder das Landwirtschaftsamt in Nürtingen, Telefon 0711/3902-1470, informiert werden.

pm