Lokales

Stabile Finanzen

Der neu gewählte Verwaltungsrat der BKK Voralb trat zu seiner ersten Sitzung zusammen. Trotz der Beitragssatz-Senkung zum 1. August wird die BKK Voralb das Jahr 2005 voraussichtlich mit einem leichten Überschuss abschließen und den derzeit gültigen Beitragssatz von 12,1 Prozent stabil halten können.

NÜRTINGEN Die BKK Voralb ist für die Firmen Heller und Hydraulik-Ring in Nürtingen, der Firmengruppe Leuze in Owen und der Firma Traub in Reichenbach zuständig. Hauptaufgabe dieser konstituierenden Sitzung war die Wahl des Vorsitzenden und dessen Stellvertreters, sowie die Wahl einzelner Ausschüsse. Natürlich wurde aber auch über die finanzielle Situation beraten. Diese offenbarte sich den Ratsmitgliedern erfreulicherweise als durchaus stabil. Von dem stabilen Beitragssatz profitieren einerseits die Versicherten der Kasse durch einen der niedrigsten Beitragssätze im Bundesgebiet; andererseits sind die Arbeitgeber froh darüber, dass ihre Lohnnebenkosten entlastet werden.

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Auch in Zukunft werde die BKK Voralb sehr großen Wert auf finanzielle Stabilität legen und auf eine jederzeit aus eigenen Mitteln finanzierte Liquidität. "Es wird bei uns", betonte Vorstand Harald Veygel, "auch künftig keinen durch Schulden finanzierten Beitragssatz geben." Die Erfahrungen, die andere Krankenkassen damit gemacht hätten, dass sie die Gewährung ihrer Leistungen teilweise durch die Aufnahme von Bankkrediten finanziert hätten, belegten, dass dies früher oder später zu einem überhöhten Beitragssatz führe. Neben den laufenden Leistungsausgaben müsse über die Beitragseinnahmen dann ja zusätzlich auch noch die Rückzahlung der Kredite finanziert werden; von den dafür fälligen Zinsen ganz zu schweigen. Eine solche Geschäftspolitik werde es bei der BKK Voralb auch in Zukunft nicht geben, so Harald Veygel.

Im neuen Verwaltungsrat der BKK haben bis auf eine Ausnahme die gleichen Personen das Sagen, wie in den vergangenen sechs Jahren. Lediglich ein Sitz war neu zu besetzen. Sandra Kocken von der Firma Heller war aus persönlichen Gründen zu den Sozialversicherungswahlen nicht mehr angetreten. Für die Amtsperiode 2005 bis 2011 wurde dafür Siegfried Strosche, ebenfalls von der Firma Heller, in den Verwaltungsrat gewählt. Strosche gehörte dem Gremium bereits seit 1999 als Stellvertreter an.

Zu alternierenden Vorsitzenden wurden von der Arbeitgeberseite der Vertreter der Firma Heller, Manfred Fröhner, gewählt und von der Versichertenseite der durch Altersteilzeit freigestellte ehemalige Betriebsratsvorsitzende der Firma Traub, Manfred Süß. In der ersten Hälfte der neuen Legislaturperiode wird Manfred Fröhner den Vorsitz des Verwaltungsrats führen und in den zweiten drei Jahren Manfred Süß.

Zur Unterstützung des Vorstands Harald Veygel wurden in den Satzungs- und Finanzausschuss wieder die seitherigen Mitglieder berufen, nämlich der Arbeitgebervertreter Wolfgang Konnertz, sowie die Versichertenvertreter Lothar Bindert und Dieter Herbstreit. Auch die Mitglieder der Widerspruchsstelle der Kasse mussten neu gewählt werden. Dieses Gremium befasst sich mit den Widersprüchen von Versicherten, die mit einer Entscheidung der BKK Voralb nicht einverstanden sind. Folgende Personen wurden einstimmig gewählt: Der Vertreter der Firma Heller, Manfred Fröhner (Stellvertreter: Michael Heyne, Firma Leuze) sowie von der Versichertenseite Bernd Haußmann (Stellvertreter: Siegfried Strosche), beide von der Firma Heller; Bernd Beutelschieß (Stellvertreter: Walter Mergl) von der Firma Leuze sowie von der Firma Traub Walter Hoch (Stellvertreter: Manfred Pohl).

pm