Lokales

Stabile Trendwende

Die anhaltend positive Konjunktur schlägt sich auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Göppingen nieder: die Entwicklung der Arbeitslosigkeit ist auch im Februar günstig. Mit einem Rückgang um 452 Arbeitslose im Vergleich zum Januar liegt nun die Zahl der Menschen, die keine Arbeit haben, bei 19 600.

GÖPPINGEN Im Vergleich zum Februar 2006 sind jetzt 4 561 oder 18,9 Prozent weniger Arbeitslose bei der Agentur und den Job-Centern der Landkreise Göppingen und Esslingen gemeldet. Heidrun Schulz, die Leiterin der Göppinger Agentur, gibt sich angesichts dieser Zahlen optimistisch: "Die positive Entwicklung des Arbeitsmarkts hat nahezu alle Wirtschaftszweige erreicht. Selbst Bereiche wie das Baugewerbe, die längere Zeit mit der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt zu kämpfen hatten, profitieren nun von dem anhaltenden Aufschwung, und es werden wieder neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt."

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Etwas mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen gehören zum "Rechtskreis Sozialgesetzbuch II": 3 565 werden vom Job-Center Landkreis Göppingen, 6 361 vom Job-Center Landkreis Esslingen betreut. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, liegt im Februar bei 4,9 Prozent einen Prozentpunkt niedriger als im Vormonat. Im Februar 2005 lag die Quote mit 6,1 Prozent deutlich höher. Die Quote des Landkreises Göppingen liegt im bei 5,6 Prozent, die des Landkreises Esslingen bei 4,6 Prozent. In Kirchheim und Nürtingen sind es jeweils 4,8 Prozent, in Esslingen 4,7 Prozent und in Leinfelden-Echterdingen 3,6 Prozent. Eine deutliche Verbesserung der Quote gibt es im Bezirk der Geschäftsstelle Geislingen: Sie sank von 7,5 Prozent im Vorjahr auf 5,1 Prozent im Februar 2007.

Neben dem Rückgang der Arbeitslosigkeit ist auch die deutliche Zunahme von Arbeitsplätzen, die im Bezirk der Agentur für Arbeit Göppingen gemeldet wurden, eindrucksvoll: 2 073 kamen im vergangenen Monat neu hinzu 214 mehr als im Januar. Insgesamt standen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Agentur für Arbeit und der beiden Job-Center 6 113 freie Arbeitsplätze für die Vermittlung zur Verfügung. Das sind 2 467 mehr als im Februar des Vorjahrs und ein deutlicher Indikator für eine stabile Trendwende am Arbeitsmarkt.

Während in den letzten Monaten die Jugendlichen unter 20 Jahren und die Jüngeren unter 25 Jahren am meisten vom Abbau der Arbeitslosigkeit profitieren konnten, setzte sich diese Entwicklung im vergangenen Monat nicht fort: Ihre Zahl hat zugenommen. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren um 22 oder plus 1,2 Prozent auf jetzt 1 926, und bei den Jugendlichen unter 20 Jahren um 26 oder plus 8,6 Prozent auf 329. Ursache für diese Zunahme ist das Ende der Ausbildung bei den Ausbildungsverkürzern und bei den Auszubildenden, die eine zweieinhalbjährige Ausbildung absolviert haben. "In den kommenden Wochen wird die Arbeitslosigkeit der Jüngeren aber deutlich zurückgehen, wenn diese gut ausgebildeten jungen Leute nach einer kurzen Übergangszeit zwischen dem Ende der Ausbildung und dem Beginn einer beruflichen Tätigkeit wieder in den Arbeitsmarkt einmünden", ist sich Heidrun Schulz sicher.

Im Gegensatz dazu hat bei den anderen Personengruppen, deren Integration in den Arbeitsmarkt erschwert ist, ein Rückgang stattgefunden. Um die Beschäftigung von älteren und ungelernten Arbeitnehmern zukunftssicher zu machen, investiert die Agentur für Arbeit Göppingen in die Weiterbildung in Betrieben. Informationen zu diesem Sonderpro-gramm erteilt Bereichsleiter Alf Szorg unter der Telefonnummer 0 71 61/97 70-5 05.

pm