Lokales

Stabilisierte Finanzlage

Die finanzielle Situation der Weilheimer Musikschule hat sich wieder stabilisiert. Zurückgehende Schülerzahlen hatten dem Verein zu schaffen gemacht.

ANKE KIRSAMMER

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WEILHEIM Die Weilheimer Musikschule wird in diesem Jahr voraussichtlich mit einem Überschuss von 3500 Euro abschließen. Zum einen hat der Verein Mitgliedsbeiträge und Kursgebühren erhöht, zum anderen sind früher vollbeschäftigte Musiklehrer inzwischen als Teilzeitkräfte angestellt. In jüngster Sitzung informierte Weilheims Bürgermeister Hermann Bauer den Gemeinderat über die neuesten Entwicklungen.

Erlernten im Jahr 1990 noch 357 Schüler unter dem Dach der Weilheimer Musikschule ein Instrument, so sind es inzwischen lediglich noch 228. "Bei vielen Familien ist das Geld knapp", so lautete der Erklärungsversuch des Rathauschefs. Einbrechende Schülerzahlen bedeuten aber auch rückläufige Einnahmen. Dem standen gleichbleibende Personalkosten gegenüber. Ende des Jahres 2004 geriet die Musikschule deshalb in eine erhebliche finanzielle Schieflage. Im November 2004 hatte der Gemeinderat eine einmalige Finanzhilfe in Höhe von 10 000 Euro bewilligt; zudem wurde im März vergangenen Jahres der städtische Zuschuss an den Personalkosten von 25 auf 30 Prozent erhöht. Durch die geringeren Vergütungen für die Lehrer ist der Zuschuss dennoch von 45 000 Euro im Jahr 2003 auf 38 000 Euro in den Jahren 2005 und 2006 zurückgegangen.

Sollten die Schülerzahlen wieder ansteigen, könnten die Lehrkräfte ihre Unterrichtsstunden jederzeit aufstocken. "Die Arbeitsverträge sind flexibler gestaltet", sagte Kämmerer Reiner Philipp. Stadtrat Peter Werner betonte, der finanzielle Beitrag der Stadt sei gut investiert. Das bewiesen verschiedene Studien. "Kinder, die ein Instrument spielen, sind weniger gewaltbereit als die Kinder, die nicht musizieren."