Lokales

Stabwechsel beim Bildungswerk

Heiner Köble, sechs Jahre lang Bildungsreferent und Geschäftsführer des Evangelischen Bildungswerks im Kreis Esslingen, wurde zum Schuldekan berufen. Bis ein Nachfolger nach dem Lehrermodell gefunden ist, übernimmt Günther Alius seine Aufgabe. Als studierter Historiker mit Zusatzausbildung in kirchlicher Erwachsenenbildung bringt er dafür beste Voraussetzungen mit.

ESSLINGEN Das neue Halbjahresprogramm, das so umfangreich ist wie nie zuvor, wurde von Heiner Köble und Günther Alius gemeinsam präsentiert. 112 Seiten, gut gefüllt mit Vorträgen, Kursen und Seminaren, umfasst das neue Heft. Markante Schwerpunktveranstaltungen gehören ebenso dazu wie unzählige Angebote der Kirchengemeinden, verteilt über den ganzen Landkreis.

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In der Esslinger Reihe "Klartext im Blarer" referiert Helmuth Rilling, Leiter der Bachakademie Stuttgart, über das Verhältnis von Musik und Theologie in den Werken von Johann Sebastian Bach. "Seit wann sind wir evangelisch?" fragt der Tübinger Theologieprofessor Volker Drecoll in Nürtingen. Der bekannte Theologe und Buchautor Pierre Stutz lädt in Kirchheim dazu ein, der Stimme des Herzens zu folgen.

Neben der Theologie hat auch die Politik ihren Platz. Am Donnerstag, 12. Oktober, geht es in Esslingen um die Gesundheitsreform zwischen Solidarität und Zwei-Klassen-Medizin. Zu Gast ist Roland Sing, langjähriger Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Von der Landesstiftung gefördert wird das Seminar "Umschwung Perspektiven ab 50", das schon am 26. September in Nürtinger Stadtteil Hardt mit einem unverbindlichen Schnupperabend beginnt.

Verstärkt im Blick sind die Singles. "Raus aus dem Schneckenhaus" ist das Beziehungsseminar überschrieben, das am Samstag, 21. Oktober, in Oberensingen angeboten wird.

Die kulturellen Angebote des Bildungswerks reichen vom Pfarrerkabarett "Weißblaues Beffchen" am Freitag, 6. Oktober, in Ostfildern-Nellingen bis zum Gitarrenkonzert bei Kerzenlicht mit Thomas und Rotraut Knodel am Freitag, 20. Oktober, in Owen.

Seit August wohnt der neue Bildungsreferent, Günther Alius, schon in Owen. Der gebürtige Kirchheimer ist verheiratet und Vater einer Tochter. Er studierte zuvor in Heidelberg und schrieb an seiner Doktorarbeit, parallel absolvierte er ein Fernstudium der badischen evangelischen Landeskirche zur Erwachsenenbildung. Er übernimmt Köbles Nachfolge zu 50 Prozent, parallel möchte er seine Doktorarbeit zur Zeitgeschichte fertigstellen.

"Ich wollte mit Erwachsenen arbeiten, und ich fühle mich in verschiedenen Frömmigkeitsstilen zuhause", meint Günther Alius zu seiner neuen Aufgabe, die ihn sehr reize. Auch wenn sie zeitlich befristet sei. Zum Herbst 2007 soll wieder ein Bildungsreferent nach dem Lehrermodell gefunden werden, der vom Land mit 50 Prozent gefördert wird.

Überaus positiv fällt Heiner Köbles Bilanz seiner sechsjährigen Amtszeit aus. Die stärkere theologische Profilierung des Programms und der Aufbau hochkarätiger Veranstaltungsreihen hätten sich ausgezahlt. So sei das Bildungswerk gegen den Trend gewachsen und erreiche inzwischen rund 120 000 Teilnehmer pro Jahr. Die Bildungsarbeit habe in den vier Kirchenbezirken des Landkreises an Bedeutung gewonnen.

Sehr froh ist Heiner Köble über das verstärkte Engagement der Kirchengemeinden für die Bildungsarbeit. Auch immer mehr jüngere Mitarbeiter seien dabei. Dass sich Beruf und persönliches Interesse in seinem Amt häufig mischten, gibt Heiner Köble gerne zu. "Zu vielen Veranstaltungen wäre ich auch als Privatperson hingegangen."

Das neue Programm gibt es ab sofort kostenlos beim Evangelischen Bildungswerk Esslingen, Telefon 0 70 22 / 90 57 60, E-Mail Adresse Bildungswerk.Esslingen@elk-wue.de oder bei den Pfarrämtern. Unter www.ev-bildungswerk-esslingen.de findet sich das Programm im Internet mit Suchfunktion.

pm