Lokales

Stadt erhält Zusagebescheid

Gute Nachrichten gibt es für die Stadt Kirchheim aus Berlin: Wie berichtet, hatte sich die Stadt für vier Projekte um Mittel aus dem so genannten IZBB-Programm des Bundes bemüht. Mit diesem insgesamt vier Milliarden schweren Programm sollen in Deutschland möglichst schnell und möglichst viele Ganztagesschulen zur Verbesserung der Betreuungssituation und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf entstehen.

KIRCHHEIM Mit zwei der vier Projekte ist Kirchheim nun in die Förderung des Investitionsprogramms des Bundes Zukunft, Bildung und Betreuung (IZBB) gekommen, bei der auf Grund der regen Nachfrage aus den Kommunen insgesamt nur 159 Schulen in Baden-Württemberg berücksichtigt werden konnten. An der Konrad-Widerholt-Schule soll ab dem Schuljahr 2007/2008 sowohl an der Grund- als auch an der Förderschule Ganztagesbetreuung angeboten werden. Für den Umbau wurde nun ein Zuwendungsbescheid in Höhe von 771 000 Euro durch das Regierungspräsidium Stuttgart erteilt. Damit wird die Stadt 90 Prozent der anerkannten Baukosten als Zuschuss erhalten.

Anzeige

Bereits 2006/2007 soll der Ganztagesbetrieb an der Alleenschule aufgenommen werden. Zu diesem Zweck wird die Schule ebenfalls umgebaut. Der Bund fördert diese Maßnahme mit insgesamt 283 000 Euro, was ebenfalls 90 Prozent der anrechenbaren Bau- und Einrichtungskosten gleichkommt. In den nächsten beiden Jahren sollen die Maßnahmen umgesetzt werden, damit möglichst bald das entsprechendeGanztagesangebot an den beiden Schulen starten kann. Insgesamt profitiert Kirchheim damit mit über 1,5 Millionen Euro vom Förderprogramm des Bundes, da bereits im vergangenen Jahr der Mensa-Bau am Schlossgymnasium über das Förderprogramm bezuschusst war. Bei Gesamtbaukosten von 2,2 Millionen Euro verbleiben bei der Stadt fast 0,7 Millionen Euro.

Mit Blick auf das selbst gesteckte Ziel "Ausbau des Bildungsstandortes Kirchheim" hat der Gemeinderat diese Mittel trotz angespannter Haushaltslage gerne bereit gestellt. "Das gibt uns die Möglichkeit, im schulischen Bereich die Ganztagesbetreuung sehr schnell auf einen guten Stand zu bringen", sagte Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker zu den guten Nachrichten aus Berlin. "Schade nur, dass die Stadt die zusätzlichen Betreuungskosten selbst tragen muss, da das Land nach heutigem Stand zumindest für die K.-W.-Schulen keine weiteren Lehrerstunden zur Verfügung stellen wird", so Matt-Heidecker weiter. Die Oberbürgermeisterin hat ihre Verärgerung darüber, dass bei der Alleenschule eine Entscheidung des Landes über die Anerkennung als Ganztagesschule erst im Frühjahr 2006 und damit viel zu spät getroffen werden soll, dieser Tage in einem Schreiben an das zuständige Ministerium zum Ausdruck gebracht und dringend eine Revision dieses Zeitplanes gefordert. Nur durch diese Anerkennung ist eine Zuweisung von weiteren Lehrerstunden möglich. "Alle beteiligten Stellen bei Schule und Stadtverwaltung haben optimal zusammengearbeitet, da kann das ganze jetzt nicht an dieser unverständlichen Verzögerung scheitern", betonte Matt-Heidecker.

Überwiegen dürfte aber die Freude über die Bundeszuschüsse für die beiden Schulen und die Hoffnung, dass auch die Raunerschule und das Ludwig-Uhland-Gymnasium möglichst bald in den Genuss der Förderung kommen, um auch dort die dringend notwendigen Maßnahmen für den Ausbau zur Ganztagesschule anzugehen.

pm