Lokales

Standortvorteil und Imagegewinn

Maßnahmen zur Entdeckung und Bekämpfung von Bränden können sich bei einer Feuerversicherung positiv auf die Höhe der Beiträge auswirken. Die Freiwillige Feuerwehr Kirchheim hat sich an der Einstufung in eine Feuerwehrklasse beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft beteiligt.

KIRCHHEIM Bisher richten sich die Beiträge der versicherten Firmen nach den innerbetrieblichen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung wie bauliche Maßnahmen, Brandmeldeanlagen, Sprinkleranlagen oder betriebseigene Feuerwehren. Mit in die Prämienkalkulation einfließen kann nun auch der öffentlich abwehrende Brandschutz.

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Voraussetzung dafür ist, dass die örtliche Feuerwehr personell und technisch für die Bekämpfung von industriellen Großbränden gerüstet ist. Hierzu gehören eine entsprechend große Zahl von Personen, mehrere Löschfahrzeuge mit hoher Pumpleistung und eine größere Anzahl von Atemschutzgeräten. Zusätzlich müssen die Löschwasserversorgung, die Alarmierungssysteme und die weitere Brandschutzinfrastruktur über den üblichen Standards liegen.

Damit die Betriebe vor Ort in den Genuss der Vergünstigung kommen, muss die Feuersicherheit in der Gemeinde überprüft werden. Hierzu führte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft in Köln eine Bewertung durch. Dazu musste die Verwaltung den Antrag mit entsprechendem Kartenmaterial, das die Brandbekämpfung unterstützen soll, anreichern. So zum Beispiel Pläne, woraus zu ersehen sind: der Standort der Feuerwehrhäuser, öffentliche münzfreie Fernsprecher, der Verlauf der Wasserleitung in Industriegebieten, einzelne Gewerbebetriebe, weitere Wasserentnahmestellen wie Flüsse und Bäche.

Da war von Vorteil, dass die Freiwillige Feuerwehr Kirchheim schon seit Jahren Einsatzpläne für einzelne Firmen für den Fall der Fälle ausgearbeitet hat. Zusammenfassend bedeutet dies, dass Qualität und Quantität in der Brandschutzinfrastruktur die bewertungsrelevanten Faktoren darstellen.

Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker und Stadtbrandmeister Roland Schultheiß können sich nun über den positiven Bescheid und die Einstufung in die Feuerwehrklasse 4 freuen. Diesen Prämienvorteil sehen die Oberbürgermeisterin und der Stadtbrandmeister nicht nur als Wirtschaftsförderung von Firmen, sozusagen als Standortvorteil, sondern auch als Imagegewinn für die Feuerwehr und die Stadt.

pm