Lokales

Starke Nachfrage nach dem "Kunstweg" und der Reihe "Rad-Erlebnis"

Mit 50 000 Besuchern am Wochenende hatte die Ausstellung Caravan, Motor, Touristik auf dem Killesberg einen denkbar guten Start. Auch gestern herrschte am Stand der Stadt Kirchheim in Halle 4.0 wieder großes Gedränge. Absolute Renner im Reigen der ausliegenden Prospekte sind dabei offensichtlich die vier Tourenvorschläge für Radfahrer und der Bummel durch die historische Innenstadt.

WOLF-DIETER TRUPPAT

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STUTTGART Auch wenn die CMT gestern bis 20 Uhr geöffnet war, wollte nach dem stark frequentierten Wochenende offensichtlich jeder der erste sein. Wer mit dem eigenen Auto anreist und darauf angewiesen ist, noch einen Parkplatz zu ergattern, ist tatsächlich gut beraten, möglichst schon deutlich vor Beginn der Ausstellung vor Ort zu sein. Wer mit öffentlichen Verkehrsmittel anreist ist dagegen gut beraten, lieber etwas später zu kommen, denn die Warteschlangen sind zum Ausstellungbeginn ganz besonders lange.

Günther Erb, der gestern für den Kirchheimer Stand verantwortlich zeichnete, war erstaunt und erfreut zugleich, über die ungemein große Nachfrage nach Prospektmaterial über die Teckstadt. Schon kurz nach 10 Uhr war der Stand umlagert und den ganzen Tag über riss der Besucherstrom auch nie ab. Dass am Kirchheim-Info-Stand viel mehr Betrieb ist, als in den Vorjahren, liegt für ihn nicht zuletzt auch am neuen Standort entlang einer der "Hauptverkehrsstraßen", auf denen die Halle 4.0 erst einmal umrundet werden kann, bevor man sich im Netz der "Seitenstraßen" weiter umsieht.

Dass sich nicht nur viele Interesenten aus der näheren Umgebung über das Angebot informieren, sondern auch viele Kirchheimer am Stand stehen bleiben, um zu sehen, wie sich die Stadt auf der Touristikmesse repräsentiert, fällt ebenfalls auf. Besonders großes Interesse zeigen die Kenner dabei vorwiegend für den "Kirchheimer Kunstweg". Der Titel "Moderner Kunst auf der Spur" ist dabei ganz wörtlich zu nehmen. In einem in der Jesinger Straße beginnenden und bis Ötlingen führenden kurzweiligen Spaziergang werden mit diesem informativen Angebot Kunstinteressierte an immerhin 15 im öffentlichen Raum aufgestellten Kunstobjekten und Skulpturen entlang geführt.

Für auswärtige Besucher ganz besonders interessant ist natürlich das immer weiter ausgebaute Angebot an unterschiedlichsten Stadtführungen. Nicht nur am "Stand Kirchheim-Info" ist die Teckstadt derzeit auf der Messe Killesberg vertreten, sondern auch bei "Stuttgart regio" und am Stand der "Deutschen Fachwerkstraße".

Gute Gesellschaft hat Kirchheim auch am "verkehrsgünstig" gelegenen Stand 128, der von der Beurener Panorama Therme und der Gemeinschaft der sieben Freilichtmuseen Baden-Württembergs flankiert wird. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz präsentierten "Die Sieben im Süden" gestern auf der CMT auch ihr in einer gemeinsamen Broschüre zusammengefasstes neues Veranstaltungsangebot. In seiner Funktion als neuer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft zog der Tuttlinger Landrat, Guido Wolf, zunächst eine positive Bilanz.

Mit fast 650 000 Besuchern im Jahr zählen die sieben baden-württembergischen Freilichtmuseen zu den beliebtesten Ausflugszielen im Land. Jedes der sieben Museen hat dabei seinen regionalen Schwerpunkt und ureigenen Charakter, was sich dann auch in unterschiedlichen thematischen Angeboten niederschlägt. Gemeinsam repräsentieren sie aber die kulturelle und historische Vielfalt des ländlichen Raumes.

In einer Zeit der Globalisierung nimmt nach Einschätzung von Guido Wolf die Bedeutung dieser Einrichtungen immer mehr zu. Die Menschen werden sich immer mehr ihrer Wurzeln bewusst, suchen nach Spuren ihrer Vorfahren und nach der eigenen Identität und möchten ihr Wissen auch an die nachwachsende Generation weitergeben.

In Beuren steht dieses Jahr neben einem umfassenden Rückblick auf das inzwischen zehnjährige Bestehen der gute alte Gartenzwerg im Mittelpunkt. "Hassen oder lieben" lauten dabei die beiden unversöhnlichen Pole der geplanten interaktiven Beschäftigung mit dem "Kultzwerg mit der roten Mütze".