Lokales

Starke Ortschaften

Hauptamtliche Ortsvorsteher aus Baden-Württemberg, darunter auch Clemens Moll, Nabern und Johannes Züfle, Jesingen, trafen sich zur Herbsttagung in Ravensburg-Eschach.

RAVENSBURG Ziel der Arbeitstagung war es, Erfahrungen und Konzepte auszutauschen, um die Ortschaften im Sinne von Bürgernähe und Leistungskraft vor Ort noch mehr zu stärken. Neben wichtigen Themen des Alltags, wie Anforderungen an ein modernes Einwohnermeldeamt, wurden Tendenzen diskutiert, welche auf die Abschaffung der Ortschaftsverfassung drängen.

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Die Ortsvorsteherrunde betonte, dass die Ortschaftsverfassung als Garantie für Ortschaftsrat und Ortsvorsteher ein wichtiges Instrument für Basisdemokratie und bürgernahe Verwaltung ist und damit auch den Charakter der Ortschaften gegenüber den Zentralorten sichert.

Ein Verfechter starker Ortschaften ist der Ravensburger Oberbürgermeister Hermann Vogler, der in seinem Vortrag mit einer großen Palette kommunaler, zukunftsweisender Aufgaben beeindruckte. Dazu zählen neben Schulpartnerschaften vertraglich abgesicherte interkommunale Zusammenarbeit und der Energie- und Klimaschutz. Eine Vorreiterrolle übernimmt Ravensburg dabei mit der Energieagentur, welche im ganzen südwürttembergischen Raum etabliert ist.

Gast war Staatssekretär Rudolf Köberle, der im Innenministerium für das im Land brisante Thema Verkehr zuständig ist. Besonders interessant waren Ausführungen zur Struktur der Verkehrsaufgaben. Er erläuterte verständlich die Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen Bund, Land und Kommunen und betonte, dass den Betroffenen der Verkehrstaus nur schwer vermittelbar sei, wie ausgeprägt die unterschiedlichen Abhängigkeiten sind und wie schwer es ist, Forderungen umzusetzen.

Neben den vielseitigen Themen fand die Tagungsrunde noch Zeit, die Barockkirche Weißenau zu besichtigen. Dabei wurde die Gruppe kompetent über die Geschichte der Region unterrichtet.

pm