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Stehlampe entzündet Zeitungspapier

Wohnungsbrand in Kirchheim verursacht Schaden in Höhe von circa 80 000 Euro

Aus Unachtsamkeit ist am Samstag in Kirchheim ein Wohnungsbrand entstanden. Die beiden Bewohner wurden leicht verletzt. Der Sachschaden wird bislang auf 80 000 Euro geschätzt.

Stehlampe entzündet Zeitungspapier
Stehlampe entzündet Zeitungspapier

Kirchheim. Im Hugo-Wolf-Weg qualmte es am Samstagmorgen kurz nach 10 Uhr gewaltig. Der Rauch kam nicht nur aus dem Esszimmer, wo der Brand entstanden war, sondern aus allen möglichen Fenstern.

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Um 10.08 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein, sieben Minuten später waren die ersten Fahrzeuge bereits vor Ort. Kirchheims Stadtbrandmeister Roland Schultheiß sagte dem Teckboten gegenüber: „Wir waren gerade mit mindestens zehn Leuten bei einer Ausbildung in der Feuerwache und konnten deshalb innerhalb kürzester Zeit ausrücken. Das war ein großer Vorteil.“

20 Minuten nach dem Eintreffen der Wehr im Hugo-Wolf-Weg war das Feuer bereits unter Kontrolle. Weitere 20 Minuten später hieß es: „Feuer komplett aus“. Trotzdem bewachte die Feuerwehr auch weiterhin das Dach, weil dort durch die große Hitze immer noch die Gefahr bestand, dass die Flammen wieder auflodern könnten.

Keine Stunde nach der Alarmierung zog Roland Schultheiß bereits ein erstes Fazit: „Für uns war das ein normaler Brand, den wir ziemlich schnell gelöscht haben.“ Zunächst hatte es aber nicht danach ausgesehen, denn beim Alarm hatte es noch geheißen: „Personen in Gefahr“. Als die Feuerwehr eintraf, waren aber beide Personen bereits im Freien.

Die beiden Hausbesitzer, 87 und 89 Jahre alt, kamen zunächst mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus. In einer Pressemitteilung der Polizei steht, dass sich das Ehepaar mittlerweile „in die Obhut von Verwandten“ begeben habe. Zur Brandursache heißt es: „Der Hausbesitzer hatte im Esszimmer Zeitung gelesen. Aus Unachtsamkeit bekam diese Kontakt mit einer Stehlampe und brannte sofort. Es gelang dem Mann nicht mehr, das Feuer zu löschen.“ Letzteres schaffte dann – wie beschrieben – die Feuerwehr. Allerdings muss der Brand in kürzester Zeit heftig gewütet haben, denn die Polizei konstatiert in der Pressemitteilung: „Das Erdgeschoss des Wohnhauses wurde größtenteils ein Opfer der Flammen.“

Insgesamt war die Kirchheimer Wehr mit 30 Leuten vor Ort. Rettungsdienst und Bereitschaft des DRK schickten zusammen 13 Personen, die zum Glück aber nicht groß eingreifen mussten.