Lokales

Stellung beziehen bis Ende Februar

Die Städte und Gemeinden sollen bis Ende Februar Stellung zur Umwidmung der Hahnweide in einen Sonderlandeplatz beziehen. Im Frühjahr soll die Erörterung stattfinden. Dies hat das Regierungspräsidium bei einem Gespräch mit Stadt, BWLV und Bürgermeistern der Umlandgemeinden mitgeteilt.

RICHARD UMSTADT

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KIRCHHEIM Über die Umwidmung des Kirchheimer Segelfluggeländes zu einem Sonderlandeplatz wurde in der Presse bereits viel geschrieben und unter den Segelfliegern sowie in der Interessengemeinschaft Fluglärm Hahnweide viel diskutiert. Gestern kamen die Bürgermeister der Umlandgemeinden Dettingen, Owen und Beuren sowie Vertreter des Regierungspräsidiums (RP) und des Luftfahrtverbandes BWLV bei Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker zusammen, um sich über Verfahrensdetails und den Status quo auf der Hahnweide zu informieren. Die Verwaltungschefin betonte auch in dieser Runde, dass die Fliegerstadt an ihrer mit dem Platzbetreiber BWLV vertraglich gesicherten Vereinbarung festhalte. Der BWLV sagte zu, den Verwaltungen der betroffenen Nachbargemeinden Zahlen über Flugbewegungen und Unterlagen über die Kontingentliste zukommen zu lassen, falls noch nicht geschehen.

Die Kommunen sollen bis Ende Februar gegenüber der Luftverkehrsbehörde in Stuttgart Stellung beziehen. Deshalb wird das in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierte Thema auch in den Gemeinderäten in den Ortschaften rund um die Hahnweide besprochen. Die Kirchheimer Bürgervertreter werden sich ebenso wie die Owener im Januar damit befassen. Der Dettinger Gemeinderat diskutiert am 5. Februar seine Beziehung zum Sonderlandeplatz, um sie anschließend dem Regierungspräsidium kundzutun.

Der weitere formale Weg des Verfahrens sieht vor, dass die Luftverkehrsbehörde das Ergebnis der Anhörung dem Luftfahrtverband als Antragsteller mitteilt und dessen Meinung dazu einholt. Wie die Pressestelle des Regierungspräsidiums weiter informierte, sollen die Einwendungen im Frühjahr erörtert werden. Gesetzlich sei dies zwar bei einem solchen Verfahren nicht vorgesehen. Dennoch ist die Behörde an einem sachlichen Austausch der Argumente interessiert. Das Regierungspräsidium rechnet damit, das Umwidmungsverfahren innerhalb des ersten Halbjahres abschließen zu können.

Bekanntlich hat der BWLV beim Regierungspräsidium Stuttgart beantragt, das Segelfluggelände Hahnweide in einen Sonderlandeplatz umzuwidmen, um damit den tatsächlich gegebenen Verhältnissen den entsprechenden rechtlichen Rahmen zu geben. Das heißt, die Hahnweide wird zu einem Segelfluggelände mit Sonderregelung, sprich Sonderlandeplatz. Diese Sonderregelung betrifft die Nutzung des Segelflugplatzes durch Motorflugzeuge, wie sie bereits heute in der Kontingentliste der Stadt festgeschrieben ist.