Lokales

Sterben wird teurer

Sechs Jahre lang sind die Bestattungsgebühren in Bissingen stabil geblieben. Jetzt ist der Gemeinderat nicht umhin gekommen, sie ab 2008 zu erhöhen.

RICHARD UMSTADT

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BISSINGEN Den Stein ins Rollen brachte das ortsansässige Bestattungsunternehmen. Es schob 2003 zum letzten Mal die Preise in die Höhe. Dem stimmte damals der Gemeinderat zwar zu, wollte den Bürgern aber dennoch nicht tiefer in die Tasche greifen. "Jetzt aber lassen sich zum Teil gravierende Erhöhungen nicht vermeiden", meinte Bissingens Bürgermeister Wolfgang Kümmerle. Dabei reicht die Gemeinde zum größten Teil die Kostenerhöhungen des Bestatters weiter.

So sollen ab 1. Januar 2008 die Erdbestattungen von Erwachsenen und von Kindern über zehn Jahren 598 Euro kosten (früher 511 Euro). Für ein Begräbnis von Kindern unter zehn Jahren sowie von Tot- und Fehlgeburten wird eine Gebühr von 473 Euro (vormals 394 Euro) erhoben. Für eine Urnenbeisetzung mit Geistlichem werden ab dem neuen Jahr 196 Euro (zuvor 112 Euro) verlangt.

Die von der Gemeinde und nicht vom Unternehmen abhängigen Leistungen wie die Benutzung der Leichenzelle, die Benutzung der Kühltruhe oder der Zuschlag für ein doppeltiefes Grab, erhöhten sich um rund fünf Prozent.

Auf Vorschlag von Gemeinderätin Gabi Goebel wird sich das Gremium im kommenden Jahr mit weiteren Bestattungsformen befassen. Die Räte wollen dazu gemeinsam mit interessierten Bürgern im Rahmen einer Informationsfahrt Friedhöfe mit anderen Bestattungsformen in Nachbarorten anschauen.