Lokales

Stimmung am Abend

Dauerregen und Nebel, dann tolle Stimmung beim Singenden Wirt Heinz Koch kennzeichneten die Tagestour der 40 Schlierbacher Albvereinler auf die Südwestalb.

SCHLIERBACH Dichter Nebel verhängte bereits auf der Anfahrt mit dem Bus sowohl die Teck als auch den Hohenzollern und noch mehr die zehn Tausender, die höchsten Berge unserer Alb. Auch auf dem Lochenpass, 920 Meter über dem Meer, war dies der Fall, aber trotzdem wurden die Rucksäcke geschultert und nach kurzem Anstieg an der Jugendherberge vorbei wurde die Hochfläche, das Naturschutzgebiet Hülenbuch erreicht. Leider blieben dort die schönen Ausblicke ins Tal der Eyach den Wanderern verwehrt.

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Am Denkmal der 4. Gebirgsdivision, die im nahen Heuberg aufgestellt wurde und im Russlandfeldzug bis auf den höchsten Berg des Kaukasus, den Elbrus, vordrang, aber auch 10 500 Tote und Vermisste zu beklagen hatte, wurde kurz Rast gemacht. Mittagspause war am Hörnle, ehe der Weg zur Schlichernquelle gesucht wurde, was bei dem dichten Nebel nicht einfach war. Auf 880 Metern Höhe beginnt dort die Schlichern in einem Brunnentrog ihren 33 Kilomter langen Weg zum Neckar. Der Barfußpfad in Tieringen wurde angesichts des Nasses von oben verschmäht, dafür wartete der Bus zur Weiterfahrt in die "Wasenstube" nach Weilen unter den Rinnen, einem gastlichen Haus, bei dem das "Preis-/Leistungsverhältnis" noch stimmt.

Nach Stärkung der Wanderer sorgte dort der schon bei vielen volkstümlichen Hitparaden auch mit vielen Prominenten aufgetretene "Schwarzwurstbaron" Heinz Koch für prächtige Stimmung. Sei es durch Volkslieder, durch Schunkelrunden oder mit seinen gefühlvollen selbst komponierten Liedern, den Schlierbachern wurde beste Unterhaltung geboten und die Zeit verging wie im Fluge. So blieb nur noch, bei der Heimfahrt sowohl dem "königlich-bayerischen" Busfahrer Hermann Froschauer als auch dem Wanderführer Walter Haller Dank zu sagen für die Gestaltung dieser erlebnisreichen Wanderfahrt.

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