Lokales

Stimmung bleibt unterkühlt

Das erste Quartal hat den Handwerksbetrieben in der Region Stuttgart keine spürbare Verbesserung der Konjunkturdaten gebracht. Zwar melden insbesondere Betriebe aus den Metallberufen positive Veränderungen bei den Auftragseingängen, aber in der Gesamtschau aller Betriebe sind Aufwärtsimpulse noch nicht sichtbar.

STUTTGART Laut einer Umfrage der Handwerkskammer Region Stuttgart unter knapp 28 000 Betrieben im mittleren Neckarraum hat sich der Auftragsbestand gegenüber dem Vorquartal von 5,2 Wochen auf 5,6 Wochen im Durchschnitt aller befragten Unternehmer verbessert.

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Die Baubranche bislang mit 3,8 Wochen Auftragsreichweite das Schlusslicht in der Auftragsskala konnte sich auf sieben Wochen Auftragsbestand verbessern. Unüblich für diese Jahreszeit ist der Umsatzrückgang von 5,7 auf 5,3 Wochen in den Ausbaugewerken. Spitzenreiter in Bezug auf den Auftragsbestand sind wiederum die Metallgewerbe. Hier stehen nun Aufträge für 8,5 Wochen in den Büchern, im Vorquartal waren es 7,3 Wochen. Wiederum zeigt sich deutlich, dass die Metall verarbeitenden und industrienahen Zulieferhandwerke von der auslandsorientierten Auto- und Maschinenbauindustrie in der Region profitieren.

Bei der Kraftfahrzeugbranche und den Nahrungsmittelhandwerken ist nach wie vor eine konjunkturelle Schwächephase zu beobachten. "Unsere Betriebe spüren deutlich, dass sich die Kunden bei Kaufentscheidungen sehr zurückhalten, sowohl Haushalte als auch unsere Handwerksbetriebe brauchen dringend Impulse und Erleichterungen nur dann belebt sich die Konjunktur in unserer Region", beurteilt Ulrich Bär, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart, die aktuelle Lage. Diese Einschätzung spiegelt sich auch in der Umfrage bei den Handwerksmeistern wider: Gut 21 Prozent der Befragten beurteilen ihre Geschäftslage mit "gut", dagegen berichten 40 Prozent der Befragten, dass ihre Geschäftslage in einem schlechten Zustand sei. Diese Negativeinschätzung ist seit dem letzten Quartal um knapp zehn Prozentpunkte angestiegen. Im Dezember letzten Jahres beurteilten 31 Prozent der Befragten ihre Geschäftslage als schlecht.

Bei der Prognose für die kommenden Monate sind die Unternehmer erstmals deutlich zuversichtlicher. 40 Prozent der Handwerksmeister erwarten für das nächste Quartal mehr Aufträge. In der letzten Umfrage war diese Einschätzung nur bei 20 Prozent der Befragten vorhanden.

pm