Lokales

" Straße der Romanik"

Unter dem Thema "Auf der Straße der Romanik" entführte Ingrid Stehle die Besucher im Dettinger Gemeindehaus in einem Diavortrag nach Sachsen-Anhalt mit seinem Reichtum an romanischen Bauten. Veranstalter des Vortrags war der Verein "55 plus".

DETTINGEN Vor den Augen der Zuschauer erschienen ehrwürdige alte Kirchen, Burgen und andere Bauwerke aus der Zeit von etwa 1000 bis 1300 im romanischen Baustil. In Querfurt, Halberstadt, Quedlinburg, Gernrode und anderen Orten sind beeindruckende Zeugen dieser Bauweise erhalten inzwischen durchweg sachgemäß gepflegt oder rekonstruiert. Ingrid Stehle führte die schnörkellose Schönheit dieser Bauten vor Augen, ihre klare Gliederung, die typischen Rundbögen in Vierung und Fenstern, die schweren Pfeiler und Säulen und die mächtigen Westwerke der Kirchen. Sie sind so auch Ausdruck weltlicher und geistlicher Macht im Mittelalter im Kernland deutscher Geschichte.

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Um den Diavortrag kulinarisch abzurunden, hatten sich zwölf Achtklässler der Kirchheimer Raunerschule Gedanken gemacht, wie sie den Vortrag auch essbar gestalten könnten. Bei ihrer Suche nach Rezepten entlang der "Straße der Romanik" wurden sie fündig im anhaltinisch-sächsischen Großraum. Den ganzen Nachmittag über bereiteten die Schüler, die aus Spanien, Italien, Bosnien, Algerien, Kasachstan, der Türkei und Deutschland stammen, das Essen ebenso vor wie eine festlich gedeckte Tafel. Die Pflege solcher Begegnungen hat bei "55 plus" in Dettingen eine gewisse Tradition. Die Menschen lassen sich immer wieder gerne dazu einladen. Denn wo sonst erlebt die Großelterngeneration eine ganze Gruppe der Enkelgeneration eifrig schaffend und aufmerksam zugewandt? Wie von selbst wurde der Abend so auch ein Zeichen von gelungener Integration ein erfreulicher Beitrag zum Thema "50 Jahre ,Gastarbeiter' in Kirchheim".

cs