Lokales

Straßenneubau macht Schlaglochpiste ein Ende

Das Anwohnersträßchen "Am Hohenreisach" ist nie systematisch ausgebaut worden. Jetzt ist die Straße am Ende: "Die Schlaglöcher kann man nicht mehr ausgleichen", sagt Kirchheims Planungsamts-chef Dr. Oediger. Deshalb wird sich das wenig frequentierte Sträßchen, bisher eine Art besserer Feldweg, bald mit makelloser Asphaltschicht präsentieren.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM Im Dezember hatte der Kirchheimer Gemeinderat beschlossen, für das Gebiet "Hohes Reisach Waldheimweg" einen Bebauungsplan aufzustellen. Anlass war ein Bauwunsch, der im Sinne der sensiblen Nachverdichtung ins planerische Konzept passt.

Im Technischen Ausschuss ging es nun um die Diskussion der während der Öffentlichkeitsbeteilung eingegangenen Anregungen. Während die bauliche Verdichtung im dortigen Areal grundsätzlich begrüßt wurde, schieden sich die Geister an der Gestaltung der kleinen Straße. Sie ist in schlechtem Zustand. Laut Auskunft der Vewaltung macht die Verkehrssicherungspflicht einen Neubau unumgänglich. Die Planung sieht eine geringfügige Verbreiterung vor. Dabei muss allerdings die Straße völlig neu hergestellt werden. Somit fallen nun auch erstmalig Erschließungsbeiträge für die Anwohner an.

Die Umweltsachverständigen Hans-Karl Schüle und Siegfried Hauff stellten die Frage, ob der Ausbau in dieser Form überhaupt nötig sei. Geplant sind 4,75 Meter im vorderen und vier Meter im hinteren Bereich. Um die Krötenwanderung auf ein Minimum zu beschränken, ist bereits die Anlage von Teichen nördlich der Straße angedacht.

Andreas Schwarz, Fraktionsvorsitzender der Grünen Alternative, stellte den Antrag, das Sträßlein komplett ab dem Ende des Parkplatzes nur auf vier Meter Breite auszubauen. Dies diene dem Schutz der Tiere und sei vertretbar angesichts der wenigen Häuser, die durch die Straße erschlossen würden.

Hagen Zweifel, Vorsitzender der Freien Wähler, warnte unter Verweis auf die Schwierigkeiten mit Zufahrten im Nägelestal davor, von der ursprünglichen Planung abzuweichen. Die Straße Am Hohenreisach habe außerdem bislang keinerlei baulichen Untergrund, widersprach er all jenen, die einer vorübergehenden Billiglösung zugeneigt waren. Bürgermeister Günter Riemer ergänzte, dass der Rad- und Kraftfahrerverein Wanderlust, der Eigentümer des Waldheims ist, über eine Ausweitung der Parkplätze nachdenkt. "Viele verbringen dort ihre Freizeit im Grünen und doch noch in angenehmer Nähe zur Stadt", führte er aus.

Nach knapper Abstimmung bleibt es nun dabei, dass die Straße im östlichen Bereich auf 4,75 Meter ausgebaut werden soll, im westlichen auf vier. Der Antrag von Oliver Riehtmüller (CDU), im dortigen Gebiet außer den bisher vertrauten roten Giebeldächern künftig auch Flachdächer grauer Deckung zuzulassen, fand keine Mehrheit. Der Bebauungsplan-entwurf wird öffentlich ausgelegt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll das Areal westlich des Verbindungswegs Waldheimweg/Johann-Sebastian-Bach-Straße zur Sprache kommen.