Lokales

Straßenverkehr birgt Gefahren für Ältere

"Verkehrserziehung für ältere Menschen" stand auf der Tagesordnung beim Nachmittagsprogramm des Dettinger Forums Altern. Peter Sagner von der Verkehrspolizei Esslingen informierte die Besucher über richtiges Verhalten im Straßenverkehr als Fußgänger und Autofahrer.

DETTINGEN Wie sehr das Thema Verkehrserziehung interessierte, zeigte der Besuch von über 20 Gästen. Ältere Menschen sind als Fußgänger wie auch als Autofahrer im Straßenverkehr besonders gefährdet. Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) haben ergeben, dass nahezu jeder zweite getötete Fußgänger über 65 Jahre alt war. Bei den getöteten Pkw-Insassen gehörte jeder zehnte zur Altersgruppe der Senioren.

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Peter Sagner wies auf die Gefahren hin, denen gerade ältere Menschen, sowohl als Fußgänger wie auch als Autofahrer ausgesetzt sind. Eindringlich wies er darauf hin, dass jetzt bei der früh einsetzenden Dunkelheit die richtige Bekleidung eine große Rolle spielt. "Ziehen Sie helle Kleidungsstücke an und benutzen Sie Reflektorbänder", lautete sein Tipp. Der Verkehrsexperte hatte noch weitere Ratschläge parat: "Wählen Sie einen sicheren Gehweg. Benutzen Sie den Zebrastreifen und wenn dieser nicht vorhanden ist, nehmen Sie Blickkontakt mit dem Autofahrer auf und geben Sie ihm durch ein Handzeichen zu verstehen, dass Sie die Straße überqueren wollen." Gerade am Beispiel Dettingens, durch dessen Ortskern eine verkehrsintensive Hauptstraße verläuft, kamen die Hinweise des Polizeibeamten sehr gut an. Er ging in seinen Ausführungen noch weiter und empfahl: "Wählen Sie für ihre Einkäufe und Besorgungen nicht die Hauptverkehrszeiten."

Abgerundet wurde der Vortrag durch einem Lehrfilm, bei dem ein älteres Paar das Falsch-Richtig-Verhalten darstellte. Dass der Vortrag nicht zu einer "Einbahnstraße" wurde, dafür sorgten Fragen aus der Zuhörerschaft: "Wann soll ich mit dem Autofahren aufhören?" wollte ein rüstiger Senior wissen. Auch dafür hatte Peter Sagner eine Antwort parat: "Wenn nicht mehr gewährleistet ist, dass Sie gut sehen und hören können. Lassen Sie mindestens einmal im Jahr einen Sehtest machen, das gilt übrigens auch für jüngere Verkehrsteilnehmer." Eine Dame fragte: "Was mache ich beim Überqueren des Zebrastreifens, wenn die Ampel auf Rot springt?" Sagners Antwort: "Nicht stehen bleiben, zügig weitergehen." Zum Schluss verteilte der Polizist noch Broschüren mit anschaulichen Situationen, die richtiges Verkehrsverhalten darstellen.

rd