Lokales

Strategien für die Zukunft

Kürzlich fand in Esslingen im Neckar-Forum eine FDP-Kreisveranstaltung zum Gesundheitswesen statt. Referenten waren Krankenhausdirektorin Eva Seeger, AOK-Geschäftsführer Dieter Kress, Dr. Möhlmann von McKinsey und FDP-Fraktionschef Dr. Noll. Die Moderation übernahm Frank Schweizer.

ESSLINGEN "Wie finanzieren wir das Gut Gesundheit und welche Strategien sind nötig, um den großen Anforderungen auf diesem Gebiet im Krankenhauswesen auch gewachsen zu sein?" Das war Thema des Abends. Die Krankenhäuser werden aktuell mit fünf zentralen Herausforderungen konfrontiert: Erlösverluste, Anstieg der Kosten, mangelnde Ausnutzung der Reserven, schleichende Einführung der monistischen Finanzierung, schlechte Positionierung der Versorungsqualität.

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Das Gesundheitsreformgesetz der Großen Koalition reagiert auf diese Situation keineswegs überzeugend nach einhelliger Meinung der anwesenden Gesundheitsexperten. Die Konstruktion des Gesundheitsfonds sei ein "bürokratisches Monster", welches jedem Wettbewerb im Wege stehe. Das aber sei das Gebot: die Wahlfreiheit des Patienten zu sichern.

Demzufolge müssten fünf Ziele konsequent umgesetzt werden: Erstens eine monistische Finanzierung der Krankenhäuser, zweitens mehr Wahlfreiheit der Versicherten, drittens mehr Wettbewerb und mehr Effizienz, viertens sollte das Krankenhausmanagement von politischen Entscheidungsgremien freigesetzt werden, und fünftens sei ein patientenorientierter Service dauerhaft nur dann möglich, wenn es zu Schwerpunktbildung und umfassender Kooperation unter den Krankenhäusern der Region komme. "Allein so werden sie wieder zukunftsfit und erfüllen effizient ihre schwierigen Aufgaben." Mit diesem klaren Ergebnis endete die Veranstaltung.

pm