Lokales

Streitfrage geklärt

IRIS HÄFNER

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NOTZINGEN Schon in der Sitzung im April diskutierte der Gemeinderat ausführlich über die Grabeinfassungsplatten. Die Kosten dafür sind nicht unerheblich, denn derzeit sind die Gebühren dafür viel zu niedrig angesetzt, wie Bürgermeister Flogaus berichtete. "Ein Bestattung würde mit dieser Plattenart deutlich teurer werden", gab er zu bedenken. Ein Wahlgrab doppelbreit kostet mit dem bestehen Material Norikum Gneis beispielsweise 320 Euro und müsste auf über 440 Euro angehoben werden.

Die Frage war nun, ob die Platten gespalten oder gesägt bestellt werden sollten. Die gespaltenen sind uneben, und mancher Gemeinderat befürchtete, dass ein altes Mütterchen stolpern und sich dabei verletzen könnte. Dagegen sind die gesägten Platten zwar eben, können aber beim ersten Reif recht glatt werden, was ebenfalls Stürze zur Folge haben könnte.

Die Frage über den Preis zu lösen, war ebenfalls nicht möglich. Der zur Diskussion stehende und günstigere Maggia Granit fand nicht die Zustimmung der Räte und auch der chinesische Granit stieß bei der Mehrheit des Gemeinderats auf Ablehnung nicht zuletzt wegen des weiten Weges um die halbe Welt. Nachdem die Meinungen ausführlich ausgetauscht waren, wollte Jochen Flogaus an die Geschichte "einen Knopf dranmachen", da sonst in vier Wochen die Diskussion von Neuem starten würde. Bei acht Ja-Stimmen sprach sich die Mehrheit klar für das Material Norikum Gneis aus. Diese Platten sind schon auf dem Notzinger Friedhof verlegt.

Zwei Gemeinderäte sprachen sich dagegen aus, zwei enthielten sich der Stimme.