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Stuttgarter Trio verstärkt VfL-Riege

Am Samstag (18 Uhr) treten die VfL-Turner zu ihrem ersten Oberliga-Wettkampf der Saison an. Gast in der Kirchheimer Konrad-Widerholt-Halle ist die favorisierte TG Wangen/Eisenharz, die sich vergangenes Jahr im Mittelfeld der Tabelle behauptete.

HEIKO PAUL

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KIRCHHEIM Dass es in der Saison 2007 deutlich schwerer sein dürfte, als noch vor einem Jahr, die Liga zu halten, ist einer verwunderlichen Situation zu verdanken: Die KTV Straubenhardt II, die Reserve des Bundesligateams von Vorzeigeturner Fabian Hambüchen, war 2006 sicherer Kandidat in der Regionalliga, wollte dort aber aus verschiedenen Gründen nicht mehr antreten und meldete eine Liga tiefer. Heilbronn, der Oberliga-Meister des Vorjahres, sieht sich ebenfalls außerstande, in der kommenden Saison in der Regionalliga zu turnen, ist also ebenfalls weiterhin in der Oberliga zu finden. Die Konsequenz: Mit Schömberg und Göllsdorf stiegen zwei hinter Kirchheim platzierte Teams ab und der VfL muss sich nun vornehmlich gegen Top-Mannschaften behaupten.

Doch hoffnungslos ist die Lage nicht: Jugendnationalturner André Schaich heuerte für ein weiteres Jahr in Kirchheim an, Kaderturner Moritz Pohl blieb ebenfalls seinem Heimatverein treu und die Eigengewächse Simon Paul und David Schneider in der vergangenen Saison an ihren Geräten bereits sichere Punktesammler haben sich deutlich weiterentwickelt. Dazu kommen als weitere Leistungsträger die Routiniers um Mannschaftsführer Jochen Weber, der in der Vorbereitung ein enormes Trainingspensum absolvierte. Hohe Wertungen erwarten die Fans wieder von Andreas Mahler und Markus Benz, die mit ihrer Wettkampfhärte eine wichtige Stütze sind.

Verstärkung erhielt der VfL aus dem Leistungszentrum in Stuttgart mit Felix Munk, Dominik Weber und Philipp Straub. Die drei Nachwuchstalente, allesamt Mitglieder im Förderkader des Schwäbischen Turnerbundes, haben sich dem VfL-Oberligateam angeschlossen und sollen von Beginn an zum Einsatz kommen. Eine Mannschaft wird in der derzeitigen Konstellation der Oberliga wohl nur bestehen können, wenn sie mindestens fünf, besser sechs gute, einsatzfähige Turner an jedem der sechs Geräte vorweisen kann. Zwar kommen nur vier Turner in die Wertung, doch die nur zwei Monate dauernde Saison stellt für die Turner eine enorme Belastung dar. Ausfälle durch Verletzungen sind fast an der Tagesordnung, wie schon die jüngsten Wochen der Vorbereitung zeigten. Ein Sturz von Simon Paul beim anderthalbfachen Salto am Boden ging zwar glimpflich aus, ob er aber bereits am ersten Wettkampftag seine volle Leistung abrufen kann, ist ebenso fraglich, wie der Einsatz von Markus Benz und David Schneider, die mit Schulterproblemen kämpfen. Ein harter Fight um jeden Punkt gegen Wangen/Eisenharz ist also programmiert.

Um 14 Uhr am Samstag feiert ebenfalls in der KW-Halle die neue VfL-Kreisliga-Mannschaft Premiere mit einem Wettkampf gegen Neckarhausen. Das Team setzt sich überwiegend aus talentierten Nachwuchskräften zusammen, die sich für höhere Aufgaben empfehlen wollen.