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Suche nach Pächter für Schullandheim

Welche Sparpotenziale gibt es im Haushalt 2005? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Kultur- und Schulausschuss des Kreistags. Das Schullandheim Lichteneck stand ebenso auf dem Prüfstand wie die Betriebsform des Freilichtmuseums Beuren. Auch die Zusammenlegung der Kreismedienzentren in Nürtingen kam bei der Diskussion der Haushaltsanträge aufs Tapet.

ELISABETH MAIER

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KREIS ESSLINGEN Einen Zeitplan für die Zusammenlegung der beiden Kreismedienzentren in Esslingen und Nürtingen forderten die Freien Wähler. Deren Fraktionssprecher Hans Weil bat die Verwaltung auch um die Suche nach Einsparpotenzialen. Für Landrat Heinz Eininger ist es derzeit unmöglich, einen Zeitplan für die Zusammenlegung festzuklopfen. "Die Frage der räumlichen Unterbringung in Nürtingen ist eng an die Verlegung des Ausländeramtes von Nürtingen nach Esslingen geknüpft", stellte der Landrat klar. Wenn das Ausländeramt von Nürtingen nach Esslingen umziehe, sieht er Chancen, in dessen Räumen in Nürtingen ein zentrales Kreismedienzentrum unterzubringen. Dazu müsse jedoch erst das Landratsamt in Esslingen erweitert werden. Daran sei frühestens in fünf bis acht Jahren zu denken.

Unbestritten ist für Eininger, dass das Interesse der Schulen an den Medienzentren groß ist: "Die Zahl der ausgeliehenen Medien ist 2004 um zwölf Prozent gestiegen." Es werde einige Zeit dauern, bis die Schulen im Kreis ihre Filme selbst vom Internet herunterladen könnten. Außerdem hätten die Medienzentren "eine wichtige Beratungsfunktion". Zurzeit unterstützt ein EDV-Techniker als ABM-Kraft Schulen beim Aufbau von Online-Diensten. Diese Förderung durch die Agentur für Arbeit läuft aber im September aus. Ob der Mitarbeiter dann weiter beschäftigt werden kann, ist fraglich. Eininger: "Dann müssen wir die Schulen fragen, ob sie mit einem Kostenersatz von 35 Euro einverstanden sind."

Die Zukunft des Schullandheims Lichteneck beschäftigte die Kreisräte ebenfalls. Die Freien Wähler hatten beantragt, dass die Verwaltung Möglichkeiten prüfen soll, wie das Betriebsdefizit reduziert werden kann. "Wir prüfen, ob es möglich ist, das Schullandheim zu verpachten", sagte Eininger. Auch Wolf Seitz (SPD) begrüßt es, über eine Verpachtung des Schullandheims nachzudenken: "Eine andere Möglichkeit wäre es, die Auslastung zu verbessern", so der Kreisrat. Die jährliche Besucherzahl hat sich auf 10 000 eingependelt. Wolfgang Haug (FDP) regte an, die Trägerschaft des Hauses in eine Stiftung zu überführen.

Die SPD will prüfen lassen, ob das Freilichtmuseum in Beuren als Eigenbetrieb des Landkreises Esslingen geführt werden könnte. Diese Variante hat die Verwaltung laut Eininger bereits bei der Gründung des Museums geprüft, aber sie brächte aus Sicht der Finanzexperten keine Ersparnisse.