Lokales

Suchtvorbeugung von Schülern für Schüler

Um den Erfolg der Suchtprävention im Landkreis Esslingen zu sichern, finanziert die Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen die Schülermultiplikatorenseminare im kommenden Jahr mit 10 000 Euro. Traditionell vor Weihnachten fördert die Stiftung ein soziales Projekt.

KREIS ESSLINGEN Wie der Vorsitzende der Stiftung, Landrat Heinz Eininger, und der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Franz Scholz, in einem Gespräch mit den Koordinatorinnen der Suchtprophylaxe im Landkreis Esslingen berichteten, setzt das Finanzinstitut seit Jahren Akzente in der Aufklärungsarbeit. "Die Sucht- und Drogenprävention war uns dabei schon immer ein besonderes Anliegen", erklärte Franz Scholz. In den Schülermultiplikatorenseminaren würden junge Menschen für die Gefahren des Konsums von Suchtmitteln wie Alkohol, Zigaretten und Drogen sensibilisiert.

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In den dreitägigen Seminaren im Jugendhaus Sankt Antonius in Wernau werden Schüler zu Multiplikatoren der Suchtvorbeugung ausgebildet, damit sie ihr Wissen an andere Jugendliche weitergeben können. "Dieser Ansatz hat sich bewährt. Dank der Unterstützung der Stiftung der Kreissparkasse konnten in diesem Jahr rund 100 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 21 Schulen an den fünf Seminaren zur Suchtvorbeugung teilnehmen", sagte die Beauftragte des Landkreises für Suchtprophylaxe, Elke Klös. Projektkoordinatorin Christiane Heinze wies darauf hin, dass auch in diesem Jahr die Zahl der zwischen zwölf und 15 Jahre alten Teilnehmer leicht gestiegen ist. "Der überwiegende Teil dieser Mädchen und Jungen möchte aus eigenem Interesse und Motivation am Seminar teilnehmen, muss also gar nicht erst von Lehrern gezielt dafür gewonnen werden", sagte Heinze. Ziel ist es, "Suchtvorbeugung von Schülern für Schüler" an der eigenen Schule umzusetzen. Sozialdezernent Dieter Krug erklärte, dass die Jugend- und Drogenberatung des Landkreises schon seit über 13 Jahren Schüler zu Multiplikatoren ausbildet. "Dass die Seminare schulartübergreifend angeboten werden, hat sich stets positiv ausgewirkt", so Krug.

Landrat Heinz Eininger sieht in den Seminaren einen unverzichtbaren Baustein im breiten Suchtprophylaxe-Netzwerk des Landkreises: "Wir setzen mit unserer Aufklärungsarbeit bereits im Kindergarten an und bieten in den Schulen, der Jugendarbeit, in Vereinen, aber auch in Betrieben und in der Seniorenarbeit ein breites Spektrum von Unterstützungsangeboten, Veranstaltungen und Projekten an, für Kinder und Jugendliche, Eltern und besonders auch Multiplikatoren.