Lokales

"Summ und brumm"

Das Spinnen von Naturfasern zu Fäden ist eine der ältesten Techniken der Menschheit. Der morgige Donnerstag ist im Freilichtmuseum Beuren dem traditionellen Spinnen von Hand gewidmet.

BEUREN Unter dem Motto "Gutes Rädchen summ und brumm" zeigen Ursula und Georg Leichtlen aus Oberboihingen von 13 bis 17 Uhr, wie im Mittelalter auf dem Handspinnrad und noch früher auf der Handspindel Schafwolle gesponnen wurde.

Anzeige

Das Handspinnrad ist seit dem frühen Mittelalter in Europa bekannt. Die Handspindel wird seit Jahrtausenden benutzt, was Funde von jungsteinzeitlichen Spinnwirteln aus gebranntem Ton, wie sie beispielsweise auch in Baden-Württemberg ausgegraben wurden, belegen. Solche Spinnwirtel können aus der Zeit zwischen 3500 bis 17 000 Jahren v. Chr. stammen.

Im Freilichtmuseum werden anlässlich der Veranstaltung verschiedene archäologische Funde gezeigt. Zu sehen sind ebenfalls Handspinn-räder, unter anderem ein zweiflügeliges Spinnrad, das erlaubte, mit beiden Händen zwei Fäden zur gleichen Zeit zu spinnen.

Das Ehepaar Leichtlen hat inzwischen übrigens schon etliche Handspinnräder selbst restauriert und komplett neue gebaut. Am kommenden Donnerstag können Besucherinnen und Besucher im Freilichtmuseum auch selbst eine Handspindel aus Holz bauen und darauf das Spinnen lernen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen: www.freilichtmuseum-beuren.de, Info-Telefon 0 70 25/9 11 90-90, E-Mail: info@freilichtmuseum-beuren.de

pm