Lokales

"System bewährt"

Als Mitbegründer des Runden Tischs für Jugendpolitik haben die beiden jüngsten Mitglieder des Kirchheimer Gemeinderats, Tonja Brinks (SPD) und Andreas Schwarz (Grüne Alternative), die Jugendratswahl genau verfolgt. In einer Pressemitteilung nehmen sie Stellung zum Wahlgeschehen:

KIRCHHEIM "Wir freuen uns mit den Kandidatinnen und Kandidaten, die den Sprung in den Jugendrat geschafft haben. Wir wissen, es steckt viel Arbeit und Engagement dahinter", zeigte sich Andreas Schwarz euphorisch. Im Hinblick auf die 13 Nicht-Gewählten betonte Tonja Brinks: "Wir wollen diejenigen, die es nicht beim ersten Mal geschafft haben, in den Jugendrat zu kommen, ermutigen, trotzdem in den offenen Gremien des Jugendrates mitzuwirken." Es seien hier vor allem auch viele Jüngere dabei, die in zwei Jahren bei den nächsten Jugendratswahlen dann die besten Chancen hätten, als Jugendrat gewählt zu werden.

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"Bei einer Wahlbeteiligung von 67,07 Prozent kann sich so manch Erwachsener bei seinem demokratischen Wahlverhalten eine Scheibe abschneiden", so Gemeinderat Andreas Schwarz. Dies sei natürlich nicht zuletzt aufgrund des geänderten Wahlsystems zustande gekommen. Bei der Jugendratswahl konnte eine ganze Woche lang an jeder sich beteiligten Schule und am Sonntag auch im Rathaus gewählt werden. "Das geänderte Wahlsystem hat sich bewährt. Man muss die Jugend dort abholen, wo sie sich aufhält und nicht von unserem Denken als Erwachsener ausgehen, dass eine Wahl im Rathaus stattfinden muss."

Nach einer ersten Wahlanalyse sind die beiden Gemeinderäte Tonja Brinks und Andreas Schwarz nicht über die Zusammensetzung des Jugendrates erstaunt. Es sei eher typisch für eine solche Wahl, dass es eine hohe Anzahl von Vertretern aus Gymnasien gebe. 11 der 16 Jugendräte kommen aus einem Gymnasium. Erfreulich sei, dass insgesamt fünf Schulen durch die Jugendräte vertreten seien und auch die jungen Arbeitnehmer auf einen Vertreter im Jugendrat setzen können. Der Anteil der gewählten Frauen sei allerdings leider schon wie in der "großen Politik", sagte Tonja Brinks schmunzelnd. War das Geschlechter-Verhältnis bei den Kandidatinnen und Kandidaten noch fast ausgewogen, sei jetzt der Anteil der Frauen auf 37,5 Prozent geschrumpft.

Tonja Brinks und Andreas Schwarz hatten bereits 2005 beschlossen, ein gemeinsames Projekt zur Beteiligung Jugendlicher zu starten. Erfreut sind sie darüber, dass als Ergebnis nun 16 frisch gebackene Jugendräte gewählt sind. "Nun hoffen wir, bald von den offiziellen Jugendräten zu hören und gemeinsam mit ihnen was für die Kirchheimer Jugendlichen erreichen zu können", so Tonja Brinks und Andreas Schwarz.

pm