Lokales

Szenario: "Gebäudeeinsturz mit etlichen Verschütteten"

WALTER WANNER

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DETTINGEN Übungsannahme war, dass bei Abbrucharbeiten an der Industriebrache im Dettinger Berger-Areal durch den Baggerführer ein Gebäude teilweise zum Einsturz gebracht wird, und Arbeiter, die sich auf dem Dach befinden, zusammen mit Gebäudeteilen in die Tiefe stürzen. Mit dieser Ausgangssituation wurde über die Leitstelle Esslingen Alarm für die Dettinger Feuerwehr ausgelöst, die dann in rascher Folge aufgrund der Einsatzmeldung "Gebäudeeinsturz mit etlichen Verschütteten" mit sämtlichen Fahrzeugen die Einsatzstelle anfuhr.

Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter, Rainer Holder, wurde die Mannschaft des Rüstwagens RW 1 und des TLF 16-25 mit der Rettung der Eingeklemmten und teilweise Verschütteten beauftragt. Mit Hebekissen, Stempeln, Motorsägen und dem hydraulischen Spreizer gingen die Männer behutsam vor und konnten die Verunglückten unter teils schwierigen Bedingungen aus ihrer misslichen Lage befreien. Sofort nach dem Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr war auch der Rettungsdienst alarmiert worden und der Malteser Hilfsdienst rückte später mit mehreren Fahrzeugen und neun Rettungskräften an.

Bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes erlitt der Vorarbeiter des Bautrupps, ein Baggerfahrer, eine "Herzattacke" und musste von Feuerwehrkräften mit dem neuen Defibrillator behandelt werden. Bei einem Herzstillstand zählt im Ernstfall jede Minute und mit dem Einsatz des "Defis" kann wertvolle Zeit, die bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes verloren wäre, mit der lebenserhaltenden Maßnahme überbrückt werden.

Eine weitere Gruppe der Dettinger Wehr musste eine vom Einsturz bedrohte Wand abstützen, um die Rettungskräfte und Verunglückten nicht zusätzlich zu gefährden. Parallel war aufgrund der Schadensmeldung auch ein Fahrzeug der Feuerwehr Owen alarmiert worden. Mit dem Mannschaftstransportwagen rückten zwei Mann darunter der Owener Kommandant Markus Taxis an und erhielten den Auftrag, zuerst weitere Einsatzkräfte vom Gerätehaus an die Einsatzstelle zu bringen und danach die Dettinger Einsatzleitung zu unterstützen.

Die Feuerwehrkräfte übergaben die "Verletzten" nach der Rettung den Maltesern, die unweit der Einsatzstelle einen Verbandsplatz eingerichtet hatten. Eine große Anzahl an Zuschauern, darunter Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann und etliche Gemeinderäte, verfolgten den Übungsverlauf, der von Kommandant Jürgen Holder über eine Lautsprecheranlage erläutert wurde.

Bei der anschließenden Manöverkritik würdigte Stadtbrandmeister Rainer Stalzer aus Esslingen den hohen Ausbildungsstand der Dettinger Wehr, und auch Bürgermeister Rainer Haußmann bedankte sich für die gezeigte Schlagkraft der örtlichen Feuerwehr.