Lokales

Szenario Kindergartenbrand erfolgreich gemeistert

Auch von schwierigen Einsatzgegebenheiten ließen sich die Ohmdener Floriansjünger bei ihrer Hauptübung auf dem Gelände des Kindergartens nicht aufhalten. Unter den Augen der Bevölkerung bewies die Freiwillige Feuerwehr ihre Schlagkraft und präsentierte den Anwesenden einen Überblick über die zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten.

PATRICK ROTHE

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OHMDEN Am Samstagnachmittag fand ab 15.30 Uhr die Hauptübung der Ohmdener Wehr statt. Als Übungsobjekt war hierbei der Kindergarten im Wiestalweg ausgewählt worden. In der Übungsannahme des von Einsatzleiter Wennrich ausgearbeiteten Szenarios wurde davon ausgegangen, dass der technische Defekt eines Elektrogeräts zu einem Brand im Kleingruppenraum der Kindergartengruppe 1 geführt hatte. Beim Durchzählen der ins Freie geflüchteten Kinder wurde festgestellt, dass drei Kinder noch im Gebäude sein müssen.

Zu diesem Zeitpunkt kam die Feuerwehr ins Spiel, die bereits kurz nach der Alarmierung der Leitstelle Esslingen den Einsatzort mit mehreren Fahrzeugen erreichte.

Schon während der Fahrt hatte sich im Innenraum des neuen Einsatzfahrzeugs LF10/6 ein Atemschutztrupp zur Menschenrettung bereitgemacht. Ein weiterer tat dies nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle, um dort sofort mit dem Rettungseinsatz zu beginnen. Fast zeitgleich wurde mit Unterstützung der zweiten Einsatzgruppe mit den Fahrzeugen TLF 8 und TSF begonnen, eine Wasserversorgung zu errichten, wobei sowohl eine Verbindung zum Hydranten oberhalb des Kindergartens als auch eine Saugleitung zum nahegelegenen Bach zum Einsatz kamen. Nach der Bergung der vermissten Kinder und deren Übergabe an die Helfer des DRK Weilheim begannen Atemschutzträger der zweiten Gruppe mit dem Innenangriff zur Brandbekämpfung im Gebäudeinnern. Gleichzeitig errichteten ihre Kameraden Riegelstellungen zum Schutz der umliegenden Gebäude, und begannen mit dem Außenangriff. Mittels Leitereinsatz wurde auf dem Dach des Kindergartens eine weitere Riegelstellung errichtet, um sich von dort einen Lageüberblick zu verschaffen und die Brandbekämpfung auch von oben durchführen zu können.

Nach knapp einer halben Stunde konnte der Kommentator der Übung, Markus Lenz, die erfolgreiche Beendigung vermelden. Im Anschluss daran hatten die Zuschauer die Gelegenheit, das im November offiziell in Dienst gestellte Einsatzfahrzeug LF10/6 und dessen moderne technische Ausstattung einmal aus nächster Nähe zu betrachten.

Bei der Übungsbesprechung im Feuerwehrhaus ging Kommandant Preyß detailliert auf das der Übung zu Grunde liegende Szenario ein. So stellt der Kindergarten mit seiner Ortsrandlage, seiner schlechten Wasserversorgung sowie der schlechten Zufahrtsmöglichkeit für Einsatzfahrzeuge ein überaus geeignetes Übungsobjekt dar. Dazu gesellen sich die zahlreichen Versteckmöglichkeiten im Innern des verwinkelten Gebäudes, die im Ernstfall die Rettung der Eingeschlossenen und die Bergung von Verletzten deutlich erschweren. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage konnte Wolfgang Pfauth als Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Weilheim in seiner Manöverkritik den Kollegen aus Ohmden ein Lob aussprechen. Diesem Urteil schloss sich auch Bürgermeister Merkle in seiner Rede an die Feuerwehrkameraden an. Er meinte, er habe ehrlich gesagt auch nichts anderes von der Ohmdener Wehr erwartet. Er nutzte die Gelegenheit, um sowohl der Altersgruppe der Feuerwehr, die aktiv an der Übung teilgenommen hatte, als auch der Wehr als Ganzem seinen Dank auszusprechen für deren Engagement zum Schutze der Bevölkerung.

Zu guter Letzt wurde die Manöverbesprechung dazu genutzt, die mehrfach verschobene Ehrung von Helmut Haußmann nachzuholen. Dieser wurde für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst zum Ehrenfeuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Ohmden ernannt.