Lokales

Szenen zuHildegard von Bingen

KÖNGEN Am Sonntag, 11. März, findet um 19 Uhr in der evangelischen Peter und Paulskirche in Köngen, Kiesweg 59, ein Bühnenspiel mit Musik zu Hildegard von Bingen statt.

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Von ihrer Kindheit an ist Hildegard (10981179) mit Visionen begabt. Der Umgang damit fällt ihr nicht leicht. Erst als über 40-Jährige beginnt sie, diese in drei großen Bänden niederzuschreiben. Als Mystikerin, Äbtissin, Komponistin, Schriftstellerin und politisch engagierte Seelsorgerin wird sie eine herausragende Persönlichkeit ihrer Zeit und darüber hinaus.

Das szenische Spiel "Ich spür ein seltnes Licht" zeichnet ein Hildegard-Bild anhand einer Auswahl aus ihren eigenen Texten. Diese sind zu einem inneren Handlungsstrang verwoben. Die Zuschauer erfahren etwas über ihr Selbstverständnis als Frau, deren Leben von immer wiederkehrenden Krankheiten geprägt ist. Aber auch ihr politisches Engagement findet in der Korrespondenz mit Kaiser und Prälaten einen Ausdruck. Selbst der Papst muss sich ihre harsche Kritik gefallen lassen. Die Texte aus Hildegards Visionsschriften, die ihre Einblicke in die großen Zusammenhänge zwischen Welt, Mensch und Kosmos spiegeln, nehmen auch die Zuschauer mit hinein in ihre ausdrucksstarken Bilder.

Es spielt Brunhilde Alber in der Inszenierung von Klaus Möller, Tübingen. Ute Kiesel begleitet sie auf der Querflöte mit Musik von Hildegard von Bingen, Hindemith und freien Improvisationen. Der Eintritt ist frei.

urh