Lokales

Tabakbauern werden ausgebeutet

Die Klasse 8a des Kirchheimer Ludwig-Uhland-Gymnasiums nimmt an dem Projekt "Be smart don't start" teil. Es soll die Jugendlichen stark machen, mit dem Rauchen nicht zu beginnen. Schwerpunkte im Unterricht waren nicht nicht nur die Gefahren des Rauchens, sondern auch die Ausbeutung der Tabakbauern und die negativen Folgen für Entwicklungsländer.

KIRCHHEIM Im Unterricht sollten die Schüler unter anderem die Auswirkungen der Tabakproduktion in Entwicklungsländern schildern. Sie haben festgestellt, dass die Tabakbauern von Großkonzernen vielfach ausgenutzt werden. Ihre Arbeitsbedingungen sind schlecht, und sie bekommen keine Ausbildung für die Pestizidanwendung und keine Schutzkleidung. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Waldzerstörung. Da die Bäume zum Trocknen des Tabaks gebraucht werden, werden sie massenweise abgeholzt. In den letzten Jahren wurden schon große Teile der Waldfläche in den Entwicklungsländern gerodet.

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Einige Organisationen setzen sich dafür ein, über die schlechten Bedingungen aufzuklären. Die Organisation "Rauchopfer" die unter der Internetadresse www.rauchopfer.org eine Homepage betreibt verleiht in Verbindung mit der Kampagne "Rauchzeichen" zum Beispiel jedes Jahr einen "Negativpreis" an die Tabakfirma, bei der besonders üble Bedingungen herrschen. Die Organisationen fordern die Unternehmen auf, die Arbeitsbedingungen zu ändern auch wenn die Tabakfirmen diese Anschuldigungen zurückweisen und sich als faire Arbeitgeber darstellen.

Die Klasse 8a des LUG nimmt an dem Projekt "Be smart don't start" teil. Im Rahmen dessen befragten sie über 250 Personen in der Kirchheimer Innenstadt und der Umgebung. Für das Projekt wurde die Klasse in verschiedene Gruppen mit bestimmten Aufgaben eingeteilt. Die Schüler führten zum Beispiel Interviews oder zeichneten Poster. Ziel dieses Projekts ist hauptsächlich die Aufklärung über die Ausbeutung der Tabakbauern in der Dritten Welt, aber auch über die Gefahren des Rauchens.

Der Umfrage zufolge waren zum Beispiel 73 Prozent der Befragten Nichtraucher. Auch wusste fast die Hälfte über die Zerstörung durch den Tabakanbau in den Entwicklungsländern Bescheid. Doch 73 Prozent der Befragten hatten sich wegen fehlenden Wissens über die Folgen in den Entwicklungsländern keine Gedanken gemacht, wie man die Zerstörung durch den Tabakanbau stoppen könnte.

Der Klasse stellte sich schließlich die Frage, ob es sich lohnt zu rauchen und neben der eigenen Gesundheit das Leben der Kleinbauern und das ihrer Familien zu zerstören.

Lea Roser, Carolin Orth, Alexander Jelinek