Lokales

Täter hat gestanden

Aufgeklärt werden konnten mehrere Farbschmierereien und Sachbeschädigungen, die in den vergangenen Wochen in Kirchheim begangen wurden.

KIRCHHEIM Dringend tatverdächtig ist ein 18-jähriger Auszubildender aus Kirchheim, der am gestrigen Freitag dem Haftrichter vorgeführt wurde.

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In der Kirchheimer Innenstadt waren von Anfang Oktober bis Mitte November in drei Fällen rechtsextremistische Farbschmierereien und Brandstiftungen verübt worden. In zwei Fällen hatten die zunächst unbekannten Täter einen Müllsack und einen Mülleimer angezündet. Bei den Bränden war glücklicherweise nur geringer Sachschaden entstanden. In einem Fall bestand allerdings die Gefahr, dass das Feuer auf ein Gebäude übergreift. Der durch die Farbschmierereien angerichtete Schaden beträgt etwa 10 000 Euro.

Im Rahmen der gemeinsamen Ermittlungen des Polizeireviers Kirchheim und des Dezernats Staatsschutz der Esslinger Polizeidirektion ergab sich Mitte dieser Woche ein Tatverdacht gegen einen jungen Mann aus Kirchheim. Die weiteren Recherchen erhärteten schließlich den Verdacht gegen den 18-jährigen Auszubildenden, weshalb er am Donnerstagmorgen an seiner Arbeitsstelle festgenommen wurde.

Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Ermittler Kleidungsstücke mit Farbantragungen derselben silbernen Farbe, die bei den Farbschmierereien benutzt worden war. Außerdem hatte der Tatverdächtige in seiner Wohnung die Zeitungsartikel über die von ihm begangenen Straftaten gesammelt und aufbewahrt.

Der Mann hat in seiner Vernehmung bei der Esslinger Kripo die Taten gestanden. Zum Motiv machte er keine Angaben. Dies dürfte aber vermutlich in seiner rechtsextremistischen Gesinnung zu suchen sein. Der Kirchheimer wurde noch am gestrigen Freitag mit Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart auf Erlass eines Haftbefehls einem Haftrichter vorgeführt.

lp