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Täterschutz istleider vorrangig

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Zum Artikel "Unfassbare Dachflucht des Dresdener Kinderschänders Wieder stümpert die Staatsmacht", im Teckboten vom 10. November:

Was uns da die Justiz aus Dresden zeigt, ist eine Bestätigung, dass der Täterschutz in Deutschland vorrangig ist. Da reden sich gleich zwei Psychologen den Mund fusselig, eine warme Decke wird dem Verbrecher gebracht und heißer Tee. Und dann schreibt ihn ein mildtätiger Amtsarzt noch verhandlungsunfähig.

Was ist in dieser Zeit mit dem Opfer passiert? Hat man sich um das Mädchen gekümmert? Im gleichen Umfang? Da verliert man jeglichen Respekt und jegliches Vertrauen in unsere Justiz.

Wolfgang Trautvetter

Notzingen, Meisenweg

Ganz oder gar nicht

Zum Artikel "Peter Alderath beim AK Kommunalpolitik IKEA und der Regionalplan", im Teckboten vom 24. Oktober:

Es war einmal in Stuttgart ein schwedisches Möbelhaus, viel gefragt und heiß geliebt, nur leider unvollständig und sehr chaotisch. Die Auslieferung der größeren Teile (selbst die des "Lack"-Tisches, der ja wahrlich nicht groß ist) am Bahnhof, der Rest in der City, das heißt natürlich nicht das Vollsortiment, sondern nur das, was in dem engen Gebäude Platz hatte. Auch das sonst übliche Restaurant fehlte. Eine kluge Überlegung war, das Ganze zu schließen und nach einem neuen, größeren Standort zu suchen. In Ludwigsburg und Sindelfingen eröffneten daraufhin zwei neue, komplette Filialen.

Erinnerungen an diesen Zustand werden wach, wenn ich den Artikel über den Regionalplan des AK Kommunalpolitik lese. Nur ist die Situation jetzt eine andere. Platz für IKEA wäre ja da in Kirchheim. Aber das Vollsortiment darf nicht angeboten werden. Man stelle sich vor: Da kommen die einkaufswilligen Kirchheimer und Nichtkirchheimer mit dem Katalog in der Hand und wollen shoppen und es wird ihnen mitgeteilt, dass sie leider in Kirchheim nicht alles bekommen. Wenn IKEA drauf steht, muss nicht IKEA drin sein. Ein kleiner Ausflug zu oben erwähnten Filialen oder vielleicht nach Ulm, denn dort gibt es alles. Wie umweltfreundlich. Vielleicht wird das Personal, das im Übrigen viele neue Arbeitsplätze für die Region stellen könnte, geschult, die verhinderten Einkäufer in die Fachgeschäfte nach Kirchheim-City zu schicken, um die fehlenden Artikel dort zu erwerben. Sie sollten aber unbedingt das Auto stehen lassen, damit das Verkehrsaufkommen in der Stadt nicht unnötig steigt. Wie wär's mit einem Shuttlebus?

Vor einigen Jahren gab es in Kirchheim bereits eine IKEA-Diskussion. Befürchtungen bestanden in der Angst an der Zunahme des Verkehrs und an der Konkurrenz für die damals bestehenden Möbelhäuser. Von den beiden großen Möbelhäusern im Raum Kirchheim hat kurz daraufhin eines geschlossen auch ohne IKEA-Konkurrenz. Dabei belebt Konkurrenz den Wettbewerb. Mein Fazit: IKEA Kirchheim ja, bitte. Eine halbe IKEA nein, danke.

Susanne Tolsdorf

Dettingen, Limburgstraße

Informationenwerden unterschlagen

Unter der Überschrift "Konservative Ideen ohne Zuspruch" lese ich auf Seite 1 im Teckboten vom 9. November "Arizona stimmte gegen ein Verbot der Homo-Ehe". Vergeblich suche ich den Hinweis, dass dies die Ausnahme war und neben den bisherigen 13 US-Bundesstaaten nun in weiteren sieben die Homo-Ehe verboten bleibt. In einer Volksabstimmung bei der Wahl am Dienstag votierten nämlich die Bürger von Colorado, Idaho, South Carolina, Tennessee, South Dakota, Virginia und Wisconsin gegen die Erlaubnis für Schwule und Lesben, einen Bund fürs Leben zu schließen.

Allein die Wähler in Arizona lehnten, bei einem äußerst knappen Ausgang des Votums, das Verbot ab. Hier zeigt sich wieder einmal deutlich, dass in unseren Medien oft nur noch das gebracht wird, was für "politisch korrekt" angesehen wird beziehungsweise den Zielen der Meinungsmacher dient. Was den sogenannten mündigen Bürger vom "rechten Weg" abbringen könnte, wird einfach unterschlagen und das ist gut so, weil solche Manipulationen doch nur zu unserem Besten dienen. Oder?

Walter Holder

Neidlingen, Schlossstraße

Falsche Voraussetzungen?

Zum Artikel "Nutznießer werden zur Kasse gebeten", im Teckboten vom 19. Oktober:

Der Bebauungsplanentwurf "Beim Umspannwerk Hahnweidstraße" (heute Milcherberg Süd) wurde am 30. Juli 1997 anhand der Sitzungsvorlage 85/97/GR vom Gemeinderat genehmigt. In dieser Sitzungsvorlage ist auf Seite 4 die nachstehende Stellungnahme der Verwaltung zu der Frage des Gewerbeaufsichtsamtes Belastung des Wohngebietes durch Verkehrslärm? aufgeführt:

Im Rahmen der Planfeststellung zum 6-spurigen Ausbau der BAB (Bundesautobahn) wurde für die Gebäudezeile Grünewald-, Holbeinweg ein Mittelungspegel (nachts) von 51 dB (A) errechnet und als notwendige Schallschutzmaßnahme eine 2 m hohe Lärmschutzwand für den Bereich der auf dem Damm verlaufenden Autobahn dargestellt.

Bei einer Begehung habe ich festgestellt, dass die Autobahn dort auf einem Damm verläuft, wo jetzt die kostenpflichtige Lärmschutzwand geplant wird. Eine Lärmschutzwand habe ich nicht gesehen. Ich frage mich: Wurde das Baugebiet Milcherberg Süd unter falschen Voraussetzungen genehmigt? Sollen wir für etwas bezahlen, das Basis der Planfeststellung zum 6-spurigen Ausbau der Autobahn ist?

Rainer Däubler

Kirchheim, Grünewaldweg

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