Lokales

Tanz, Gesang und Schauspiel der Extraklasse

Seit Sommer 2005 hört man in Kirchheim aus dem Musiksaal des Ludwig-Uhland-Gymnasiums und aus der Aula der Freihof-Realschule laut "Jesus Christ, Superstar, tell us that you're who they say you are". Nein, das ist kein Lied aus dem Religionsunterricht. Es ist das Titellied des neuen Musicalprojekts, das Walter Pech, Musiklehrer am Ludwig-Uhland-Gymnasium, ins Leben gerufen hat.

ANNE WIESINGER

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KIRCHHEIM "Jesus Christ Superstar", so auch der Titel der Rock-Oper, ist eine Zusammensetzung aus Tanz, Gesang und Schauspiel der Extraklasse die Musik reißt geradezu mit. Das Stück mag somit zwar schwer sein, doch realisierbar, und zwar ohne Unterstützung von Profis. Wie auch schon in vergangenen Jahren eine Zusammenarbeit von Musikschule und Ludwig-Uhland-Gymnasium stattfand, wird dieses Projekt in Zusammenarbeit geplant, geprobt und aufgeführt. Alle Rollen sind von Schülern des LUG und der Musikschule besetzt.

Doch eine Person alleine kann all die Arbeit, die solch eine Produktion mit sich bringt, nicht bewältigen. So liegt die Produktionsleitung, Chorleitung und Regie zwar bei Walter Pech, allerdings wird er von Bertram Schattel, Lehrer an der Musikschule, tatkräftig in Sachen Gesang unterstützt. Zusätzlich liegt die Orchesterleitung in den Händen von Herrn Johannes Storz. Außerdem gibt es unter anderem die Felder Bühnenbild, Maske, Kostüme, Öffentlichkeitsarbeit und Choreografie, die großteils in Arbeitsgruppen aufgeteilt sind. Für jede Arbeitsgruppe gibt es einen oder auch mehrere verantwortliche Lehrer, die zusammen mit den Schülern freiwillig am Projekt arbeiten. Die einzelnen Arbeitsgruppen treffen sich regelmäßig und die Ergebnisse werden dann mit Walter Pech abgesprochen. Ansonsten gibt es noch ein begleitendes Schulprojekt zum Thema "Jesus Christ Superstar". In den Fächern Englisch, Religion, Sport, Musik und Kunst werden einzelne Bausteine der Rock-Oper besprochen und erarbeitet.

Doch warum machen Lehrer und Schüler eigentlich bei so einem Projekt mit? Das heißt doch zusätzliche Arbeit und weniger Freizeit durch viele Proben und Besprechungen. Zum Beispiel wird jede noch so kleine Pause mit Proben für Solisten ausgefüllt. Wenn man jedoch in die Gesichter der Mitwirkenden bei den Proben schaut, ist diese Frage eindeutig beantwortet. Es macht einfach wahnsinnig Spaß, ein solches Projekt gemeinsam auf die Beine zu stellen: zusammen zu singen, zu tanzen, zu schauspielern am Ende einer Aufführung in die begeisterten Gesichter der Zuschauer zu blicken und zu wissen, dass man es geschafft hat.

Doch bis es mit diesem Musical so weit ist, stehen für alle Beteiligten noch viele anstrengende und nervenaufreibende Besprechungen, Tanz-, Solisten- und Chorproben an, nicht nur unter der Woche. Schon im Juni findet das erste Probenwochen-ende im Ludwig-Uhland-Gymnasium statt, worauf noch ein weiteres im Juli in Erpfingen folgt, bis hin zu der Intensivprobenwoche in der Stadthalle Kirchheim.

Nach der Premiere am 26. Juli wird das Musical bis zum 29. Juli täglich in der Stadthalle zu sehen sein. Bis dahin heißt es: proben, proben, und nochmals proben.