Lokales

Tatkräftige Hilfe aus Tschechien

BEUREN Michael Cernoch, Hans Cerny und Hans Cepek, alle drei 18 Jahre alt, studieren im dritten Jahr gemeinsam an der Forstschule in Trutnov. In insgesamt drei Wochen in Deutschland ging es ihnen vor allem darum, ihr Deutsch verbessern, Geld zu verdienen und neue Eindrücke zu gewinnen. Die Studenten wohnten gemeinsam in einem Haus der Gemeinde Beuren.

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Der Walderlebnispfad ist Teil eines Wegekonzeptes, das von Förster Richard Höhn entwickelt wurde. "Dieses Konzept wurde entwickelt, um bestimmte Wege im Beurener Wald für Spaziergänger attraktiver zu machen", erklärt Förster Richard Höhn. Die Aufgabe der Studenten war außerdem, Hecken am Wegrand zu beschneiden, Wege zu erneuern oder von Käfern befallene Bäume zu fällen und zu entfernen, bevor sich die Käfer ausbreiten können.


Der Austausch findet nun schon im dritten Jahr statt. Zwei tschechische Professoren hatten 1999 über einen Kollegen aus Stuttgart, der in Tschechien studiert hatte, nach Austauschmöglichkeiten für tschechische Studenten gesucht. In der Gemeinde Beuren wurden sie schließlich fündig. Höhn: "Mittlerweile haben wir richtig freundschaftliche Beziehungen mit Trutnov, letztes Jahr konnten wir dann auch endlich die Schule dort besuchen."


Und auch die drei jungen Männer schienen sich hier wohl zu fühlen. "Die Arbeit macht viel Spaß, das meiste kenne ich ja schon von zu Hause", meinte Hans Cerny. Die Arbeit begann morgens um sieben Uhr, und auch nach Feierabend verlegten die Drei meistens noch Steine in der Hütte, um etwas dazuzuverdienen.


Um Geld zu sparen hatten sie ihre gesamte Verpflegung auch aus Tschechien dabei. "Das Essen in Deutschland ist wirklich gut, aber sehr teuer. Bevor wir unser ganzes Geld wieder für Verpflegung ausgeben, haben wir uns lieber etwas mitgebracht", erklärte Hans Cepek. Mit dem Geld, das sie in Deutschland verdient haben, wollen sich alle drei etwas Größeres anschaffen, Hans Cerny freut sich schon auf sein erstes Auto.


Wenn die drei Studenten abends nicht arbeiten, wurde ein kleines Programm angeboten. "Wir waren Pizza essen, haben die Firma Stihl in Stuttgart besucht und waren danach auf dem Fernsehturm", sagte Hans Cepek. Hans Cerny ergänzte: "Sonntags ging's dann immer zur Entspannung ins Thermalbad."


Die Frage, was den drei Studenten an Deutschland am besten gefallen hat, beantworteten die Drei einstimmig: "Die Natur hier. Bei uns im Riesengebirge gibt es fast nur Fichten, hier gibt es so viele Buchen. Die sind wunderschön!"