Lokales

Tecktrio träumt von besseren Zeiten

Die Bezirkliga-Beobachter schwärmen vom Hübbe-Club Dürnau, während das lokale Trio aus der Teckregion von besseren Zeiten träumt. Die SGEH testet am Sonntag die Fähigkeiten des Tabellenführers aus der Göppinger Ecke.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Ein zufriedener Trainer klingt anders. "Wir haben derzeit viele Probleme", sagt SGEH-Coach Ralf Friedl, "am Sonntag beim Remis in Wolfschlugen, hatte ich gerade 13 Spieler zur Verfügung." Eine Situation, die sich vor dem Heimknüller gegen den Tabellenführer Dürnau nicht grundlegend ändern wird. "Verletzte, Urlauber, angeschlagene Spieler", so des Trainers aktueller Bericht zur Personalnot beim Tabellenelften, der bisher eine (mäßige) Fünf-Punkte-Ausbeute vorweist. Wenigstens hat Friedl wieder Variationsmöglichkeiten bei einem der "klassischen" Problemfelder des Clubs bei der Torwartfrage. Neben Sven Laderer ("hat weiter mein Vertrauen") ist auch Urlaubs-Rückkehrer Jens Meyer wieder dabei, trainierte in dieser Woche bereits wieder mit. Friedl ("ich kenne Dürnaus Trainer Alex Hübbe noch sehr gut aus meiner Oberliga-Zeit beim VfL Kirchheim") wäre gegen den Liga-Führenden deshalb angesichts der Personalmisere "mit einem Punkt zufrieden", auch wenn der "nicht viel weiter bringen" würde. Der SGEH-Trainer: "Die Dürnauer haben einen Lauf, das wird schwer.

"Ebenfalls tabellarisch nicht gerade gut gesegnet ist der TSV Jesingen, der sogar noch eine Position hinter dem Friedl-Team rangiert. Doch die Töne aus den Lehenäckern klingen um einiges optimistischer. Grund für die steigende Laune beim TSVJ: Das 4:1 am vergangenen Sonntag gegen den FC Uhingen, gleichzeitig erster Saisonerfolg der Jesinger. Trainer Klaus Müller erhofft sich jedenfalls eine Initialzündung durch diesen Erfolg. "Wir scheinen auch in dieser Runde Spätstarter zu sein", sagt er halbironisch zu den notorischen Auftaktproblemen der Jesinger. Ob Patrick Bader (Muskelverhärtung diese Woche im Training) und der seit längerem angeschlagene Philipp Wirthgen auflaufen können, ist noch unklar. Müller warnt jedenfalls vorsorglich vor einem Unterschätzen des anstehenden Auswärtsgegners ASV Eislingen. Denn die bislang ziemlich erfolglosen ASV-Kicker ( Tabellenletzter) lieferten in dieser Saison nicht ausnahmslos schlechte Partien ab. "Gegen das Spitzenteam vom GSV Dürnau haben sie zum Beispiel auf dem heimischen Kunstrasenplatz erst kurz vor Schluss das spielentscheidende 0:1 gefangen", warnt der langjährige TSVJ-Übungsleiter, "Kunstrasenspiele sind eben manchmal unberechenbar."

Bestes Team aus der Teckregion blieb aus tabellarischer Sicht trotz des etwas unglücklichen 2:3 in Dürnau am vergangenen Sonntag der TSV Notzingen, bei dem Trainer Stefan Haußmann nach beendetem Kuba-Flitterwochen-Trip wieder auf der Bank sitzen wird. Gegen den FV Neuhausen gibt es für Haußmanns Männer nur ein Ziel: Drei Punkte. Sollte der TSVN floppen, droht ein vorläufiger Sturz in den Tabellenkeller aktuell ist der TSVN (noch) Achter.

Sicherlich auch interessant aus lokaler Sicht ist, wie sich der Wellinger Axel Maier mit seinem Team dem Teckbotenpokal-Sieger TSG Zell (Vorletzter), gegen den TSV Wolfschlugen (Vierter) schlägt. Bruder Claus Maier muss nach dem jüngsten Dämpfer des TSGV Großbettlingen (nur noch Fünfter) ausgerechnet gegen den zuletzt überzeugenden TSV Boll ran, wo der frühere Geislinger Oberliga-Recke "Didi" Benz eine Art zweiten Fußball-Frühling erlebt. In Grötzingen trifft der Siebte auf den Neunten (Wernauer SF), während ein paar Kilometer weiter der FC Nürtingen 73 (Zweiter) gegen den TSV Neckartailfingen (Elfter) antritt. Schon am Samstag kommt es in Göppingen zum Filstal-Derby: Der SV empfängt den FC Uhingen.