Lokales

Teil des Gemeindewaldskommt in die Kernzone

NEIDLINGEN Durch die geplante Ausweisung der Vogelschutzgebiete fürchtet die Gemeinde Neidlingen neue Hindernisse für ihre Entwicklung. Ganz anders beim Biosphärengebiet "Schwäbische Alb", bei dem sie auf Unterstützung und Zuschüsse hofft. Bereits im Juli 2006 bekräftigte deshalb der Gemeinderat seine Bereitschaft, sich daran zu beteiligen.

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Nun hat das Regierungspräsidium Tübingen die Mantelverordnung für das neue Schutzgebiet erarbeitet und den Gemeinden vorgelegt. Die Neidlinger Räte sind mit dieser einverstanden und bleiben bei ihrem Beitrittsbeschluss. Anders als noch im vergangenen Sommer sind sie nun auch bereit, einen kleinen Teil ihres Gemeindewaldes in die strenge Kernzone aufnehmen zu lassen, zusammen mit dem angrenzenden Staatswald. Ein Großteil der Gemarkung soll Pflegezone werden, 140 meist bebaute Hektar sind als Entwicklungszone vorgesehen.

Der Beschluss des Gemeinderats enthält jedoch eine Klausel: Er gilt nur, wenn der Landkreis Esslingen den Finanzierungsanteil der Gemeinden am Albtrauf, der voraussichtlich ab dem Jahr 2011 anfällt, übernimmt. Das ist zwar so geplant, ein Beschluss des Kreistages steht jedoch noch aus. Er ist für April vorgesehen. Im Falle Neidlingens geht es um rund 3300 Euro im Jahr. Deren Übernahme sieht Bürgermeister Rolf Kammerlander als Ausgleich für die finanzielle Beteiligung der Gemeinde an zahlreichen Maßnahmen im Ballungsraum.

pd