Lokales

Teilnehmer haben sich letzten Schliff geholt

20 Teilnehmer der Sanitätsdienstausbildung konnten sich über ihre Leistungen freuen. Lernen und Üben abends und am Wochenende neben Schule, Ausbildung, Beruf und Familie haben sich gelohnt und die Prüfung ist bestanden, sehr gut sogar.

KIRCHHEIM/NÜRTINGEN Bereits im vergangenen Herbst absolvierten die Teilnehmer die Sanitätsausbildung und vertieften damit ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse. In der Sanitätsdienstausbildung wurden sie nun "fit" gemacht, um mehr Verantwortung bei Sanitätsdiensten übernehmen zu können. Besonders in der Zeit von April bis Oktober ist der Sanitätsdienst der örtlichen Bereitschaften vom Roten Kreuz bei vielen Festen und Veranstaltungen sehr gefragt und präventiv im Einsatz. Ein weiteres Einsatzgebiet der "frisch gebackenen" Sanitäter ist das "Helfer vor Ort"-System in den Städten und Gemeinden des DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim. Die "Helfer-vor-Ort" werden bei Notfällen in ihrem Ort parallel zum Rettungsdienst alarmiert, um qualifiziert die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder Notarztes zu überbrücken und erste Maßnahmen einzuleiten, wenn nötig mitten in der Nacht.

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In der nun zu Ende gegangen 38-stündige Sanitätsdienstausbildung setzten sich die Teilnehmer intensiv mit unterschiedlichsten Notfällen auseinander. Das Erkennen und der Umgang mit einem Kreislaufschock, Möglichkeiten der Patientenlagerung, Auswahl und Handhabung von Beatmungshilfen und Sauerstoff oder die Anwendung der Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Frühdefibrillation (Kampf gegen den plötzlichen Herztod) sind nur einige Beispiele dafür, was den neuen Sanitätern vermittelt wurde. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die praktische Umsetzung der Maßnahmen gelegt.

Eindrucksvoll haben die Teilnehmer in der theoretischen und praktischen Prüfung aufgezeigt, dass sie die an sie gestellten Anforderungen erfüllen können. Sie verfügen nun über ein fundiertes theoretisches und praktisches Grundwissen und sind in der Lage, Patienten der Situation entsprechend zu betreuen und mit dem richtigen Notfallmanagement eigenverantwortlich zu handeln. Sichtlich zufrieden mit den Prüfungsleistungen konnten die 18 Rotkreuzler und zwei Floriansjünger ihre Teilnahmeurkunden entgegennehmen.

Als Lehrgangsbeste bekamen Michael Katz (Bereitschaft Kirchheim), Heinz Mohl (Neuffen) und Anja Bauknecht (Großbettlingen) ein kleines Präsent überreicht. Ebenfalls erfolgreich waren: Stephanie Goullet, Susanne Weber (Großbettlingen), Tina Gerner, Jannette Hoyer, Christina Kleiner (Lenninger Tal), Carina Frietsch, Angelika Haug, Alexander Stutz (Kirchheim), Stefan Pfrommer (Köngen), Alexander Baron, Jessica Bartenschlager (Neckartenzlingen), Kristin Breckel, Marco Faber, Sandra Sauer (Nürtingen), Eberhard Greiner (Weilheim), Marc Englisch und Frank Kisling (FFW Wendlingen).

Nicht nur den Teilnehmerinnen und Teilnehmer galt die Anerkennung für ihre erbrachten Leistungen. Einen besonderen Dank sprach Christian Guggemos-Honikel, Kreisausbildungsleiter beim DRK-Kreisverband, auch den Ausbildern aus: "Die Ausbilder tragen durch ihr ehrenamtliches Engagement und ihren hohen persönlichen Einsatz dazu bei, dass im Roten Kreuz viele Ehrenamtliche gut ausgebildet und auch kontinuierlich weitergebildet werden können. Nur auf diese Weise kann die Qualität der Dienste in unseren Bereitschaften, der Schnelleinsatzgruppen und Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes aufgebaut und gesichert werden."

Dass das Engagement als Ausbilder eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit ist, können jetzt auch die erfolgreichen Teilnehmer herausfinden. Mit der Sanitätsdienstausbildung haben sie die fachliche Grundlage zur Teilnahme an einer weiterführenden Ausbildung zum Erste-Hilfe-Ausbilder für die Bevölkerung erworben. "Das DRK ist immer auf der Suche nach Ausbilderinnen und Ausbildern zur Unterstützung des Ausbildungsangebotes für die Bevölkerung. Dabei ist es nicht nötig, schon jahrelang im Roten Kreuz tätig zu sein. Wer uns als Ausbilder unterstützen möchte, ist herzlich willkommen", so Kreisausbildungsleiter Guggemos-Honikel.

pm