Lokales

Tempohatz über die Bürgerseen

Pfingstwochenende mit rund 160 Teilnehmern am Graupner-Cup

Rund 160 Teilnehmer, und zwar aus vielen Ländern Europas, machten heuer am Graupner-Cup für Schiffsmodelle mit. Über Pfingsten gab es wieder ein gut besuchtes zweitägiges Spektakel: einen Renn- und einen Schautag auf den Kirchheimer Bürgerseen.

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JOACHIM KRUG

Kirchheim. Zwei Tage lang gehörten über die Pfingstfeiertage die Kirchheimer Bürgerseen den Besitzern von Renn- und Modellbooten.

Zu sehen waren am Pfingstsonntag die schnellen Flitzer, die um Platz und Sieg im Graupner-Schiffsmodell-Cup an den Start gingen und in der Rennserie „50 Jahre nauticus“ die Besten ermittelten. Jeweils bis zu sieben Bootsbesitzer ließen beim Start von der Landungsbrücke ihre elektrischen Hochleistungsboote zu Wasser und um die schnellsten Runden fahren. Bis zu 40 Stundenkilometer erreichen die Boote dabei, wobei es eine wichtige Rolle spielt, wie die Bootseigner ihre Schiffchen manövrieren.

An beiden Tagen waren rund 160 Teilnehmer aus zahlreichen europäischen Ländern am Start und versuchten, sich am zweiten Tag beim traditionellen Schaufahren mit naturgetreuen Modellen gegenseitig die Schau zu stehlen. Die Rennboote, deren schnellste in unterschiedlich­sten Bootsklassen ermittelt wurden, bescherten ihren tüftelnden Besitzern Anerkennungspreise.

Die Sieger der Elektroboot-Rennen wurden über die höchste Rundenzahl aus der Summe von zwei beziehungsweise drei Läufen ermittelt. Je nach Bootsklasse wurde zwischen fünf und sieben Minuten gefahren.

Beim Schaufahren naturgetreuer Modelle wurden die Vorführungen der Modelle in verschiedenen Kategorien zusammengefasst. Es gab Yachten, Segelschiffe, U-Boote, Arbeitsschiffe, Rennboote, Dampfschiffe und verschiedene Funktionsmodelle. Die Bewertung wurde durch das Publikum durchgeführt, das sich an beiden Tagen reichlich eingefunden hatte. Für die eindrucksvollsten Modelle gab es Sonderpreise.

Zugelassen waren, für Kinder und Jugendliche gesondert, an beiden Tagen nicht nur Graupner-Modelle, sondern auch Boote und Schiffe anderer Hersteller. Einziges Kriterium der Zulassung war, dass nur in Deutschland erlaubte Kanäle bei der Funk-Fernsteuerung verwendet werden durften. Bei den naturgetreuen Modellen am gestrigen Pfingstmontag wurden Schiffe, die mit Elektro- oder Dampfantrieb beziehungsweise mit Windkraft angetrieben wurden, bewertet.

Die große Zahl an Zuschauern bewies, dass der Graupner-Schiffsmodell-Cup auch nach fünf Jahren nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat und auch Pfingsten 2010 wieder die Freunde des Schiffsmodellbaus zu den Bürgerseen fahren lässt.