Lokales

Thema "Geflügelpest"

Die baden-württembergische Geflügelwirtschaft hat ihr sechstes Geflügelforum in der Weilheimer Limburghalle veranstaltet. Im Mittelpunkt der traditionellen Versammlung stand das aktuelle Thema "Geflügelpest".

Weilheim "Die vorbeugenden Maßnahmen gegen die Einschleppung der Geflügelpest erfordern ein konsequentes Miteinander aller Beteiligten. Dabei obliegt den Geflügelhaltern eine Schlüsselfunktion. Hier werden durch vorausschauendes Handeln, kluge Vorbereitung und aufmerksame Beobachtung der Bestände die wichtigsten Dämme gegen eine sich rasch ausbreitende Tierseuche aufzubauen sein", sagte der Ministerialdirektor des baden-württembergischen Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum, Rainer Arnold, beim baden-württembergischen Geflügelforum in der Weilheimer Limburghalle.

Anzeige

Ministerialdirektor Arnold betonte aber auch die Aufgaben, die auf die Bevölkerung insgesamt zukommen werden. So sollten sich Reisende diszipliniert an die Empfehlungen und Vorgaben der Behörden halten. Die Jägerschaft wird darüberhinaus um verstärkte Bejagung von Zugvögeln gebeten und die Behörden müssten durch klare und nachvollziehbare Vorgaben ihre Bekämpfungsstrategie darlegen.

Auch die Möglichkeiten für ein Freilaufverbot und die Einschränkung von Geflügelschauen und Tiermärkten seien in der Prüfung. "Wir brauchen aber ein bundesweit abgestimmtes einheitliches Vorgehen", forderte Ministerialdirektor Rainer Arnold vor den Vertretern des Geflügelwirtschaftsverbands Baden-Württemberg in der Weilheimer Limburghalle. Es mache wenig Sinn, wenn jedes Land eine eigene Risikobewertung vornehme und dann ein entsprechend unterschiedliches Handeln erfolge.

Die Landesregierung werde bei ihren Maßnahmen stets in enger Abstimmung mit den Betrieben und Haltern vorgehen. Dazu gehöre, dass die im Rahmen des Monitoringprogramms entstehenden Untersuchungskosten für Wild- und Hausgeflügel durch das Land getragen werden, während die Probenbeschaffungskosten dankenswerterweise von der Tierseuchenkasse übernommen werde.

Eine besonders wichtige Frage für die Branche, so Arnold, sei die Klärung der zukünftigen Haltungsformen für Legehennen. Nachdem durch die Änderung der Tierschutznutztierhaltungsverordnung vom Februar 2002 die konventionelle Käfighaltung zum 31. Dezember 2006 auslaufe, stünde nun eine Entscheidung über den möglichen Einsatz von "Kleinvolieren" an.

Ein besonderer Dank richtete Arnold beim Geflügelforum an den scheidenden Geschäftsführer des Geflügelwirtschaftsverbandes Baden-Württemberg, Hans-Dieter Wetschky. Seit 1970 war Wetschky in dem aus vier Verbänden fusionierten Geflügelwirtschaftsverband Baden-Württemberg als Geschäftsführer tätig. Im Namen der Landesregierung überreichte Ministerialdirektor Rainer Arnold die Staufermedaille an Hans-Dieter Wetschky als Anerkennung für ein jahrzehntelanges Engagement.

pm