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Thema vertagt

Stoff für Diskussionen lieferte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats in Schlierbach der Begrünungsplan für den neuen Kreisverkehr am Ortsausgang in Richtung Hattenhofen.

VOLKMAR SCHREIER

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SCHLIERBACH Die Verwaltung hatte drei Bepflanzungsvarianten für die Innenfläche des Kreisels zur Auswahl gestellt, die sich in optischer wie wirtschaftlicher Hinsicht unterschieden.

Richtig anfreunden konnte sich keiner der Gemeinderäte mit den vorgelegten Konzepten. Stattdessen kamen etliche Alternativvorschläge aus dem Ratsgremium. Horst Gasper von der CDU etwa kann sich vorstellen, den Kreisverkehr mit einer "ortsbildprägenden Metallskulptur" zu gestalten, wo dann auf Edelstahlplatten das Gemeindewappen zu sehen sein könnte.

August Leins präsentierte die Einschätzung der FUW-Fraktion: "Die vorgelegten Bepflanzungsvarianten sind öde und langweilig." Vielmehr, so die Vorstellung der Freien Wähler, sollte im Rahmen eines übergreifenden Konzepts für alle Ortseingänge ein detailliertes Bepflanzungskonzept erarbeitet werden.

Heiner Buchele (CDU) sieht durch die vielen Bäume, die im Bereich des Kreisverkehrs angepflanzt werden sollen, eine Gefährdung der Verkehrssicherheit. Und auch sein Fraktionskollege Marco Emmert ist der Meinung, dass über die genaue Zahl der Bäume nochmals geredet werden müsse.

Bürgermeister Schmid versuchte, den planerischen Eifer etlicher Gemeinderäte wieder in geordnetere Bahnen zu lenken. Er warb nochmals für die vorgestellten Varianten und lenkte den Blick auf den Bebauungsplan mit der dazugehörigen Eingriffsausgleichsberechnung für dieses Gebiet. "Wir haben uns in diesem Gremium bewusst so entschieden, den Eingriffsausgleich an Ort und Stelle zu erbringen", erinnerte er das Ratsrund an getroffene Beschlüsse. "Wenn wir das jetzt wieder anders machen, müssen wir den Bebauungsplan ebenfalls wieder ändern".

Nach längerer Diskussion war letztendlich klar, dass der Gemeinderat sich nicht auf eine der drei vorgestellten Varianten würde einigen können. Der Tagesordnungspunkt wurde auf einen späteren Termin vertagt.