Lokales

Themen gehen nie aus

Der dritte Arbeitskreis im Landfrauenverband Württemberg-Baden mit einem Mitglied aus dem Bezirkslandfrauenverein Nürtingen wird heute vorgestellt. Vertreterin ist Edeltraud Fahrion aus Notzingen.

KIRCHHEIM/NÜRTINGEN Geleitet wird dieser Arbeitskreis von einem Mitglied des Landesvorstandes, hier von Annemarie Schuster aus Esslingen. Eine Bildungsreferentin des Landfrauenverbandes führt die Geschäfte des Arbeitskreises. Diese hat derzeit Brigitte Schneider inne, die gleichzeitig als Sprecherin der Fachkonferenz und Frauenbildung Baden-Württemberg (FKF) fungiert. In diesem Gremium sind alle nach dem Weiterbildungsgesetz des Landes anerkannten Einrichtungen zusammengeschlossen.

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Bereits 1977 wurde dieser erste Arbeitskreis unter dem Namen Erwachsenenbildung gegründet und genau zwei Jahre später im Rahmen des neu geschaffenen Erwachsenenbildungsgesetzes als Träger dieser Aufgabe im Landfrauenverband staatlich anerkannt. Ein Verdienst und ein Meilenstein für die Verbandsgeschichte.

Die Themen für frauenpolitische Anliegen gehen nicht aus und ständig kommen neue hinzu. Zwar haben sich innhaltliche Ziele und Schwerpunkte der Erwachsenen- und Weiterbildungsarbeit in den vergangenen Jahrzehnten eindeutig und gezielt auf die Thematik "Frau Familie Gesellschaft" verlagert, sodass sich der Landesverband im Jahr 2000 für eine Umbenennung des Arbeitsgremiums in die heutige Form entschloss.

Frauen- und familienspezifische Themen in der Gesellschaft genießen natürlich Vorrang in diesem Arbeitskreis, für den die Gleichberechtigung von Mann und Frau verankert in Artikel 3 des Grundgesetzes in der Praxis noch Widersprüche aufzeigt. Es gibt noch viel zu tun und Edeltraud Fahrion ist sich dessen bewusst.

Themen wie "Frauen im Ehrenamt" oder "Wiedereinstieg in den Beruf" spiegeln den gesellschaftlichen Umbruch. Ein gehöriges Maß an Engagement für eine gerechte Umsetzung der angestrebten Ziele ist daher unerlässlich.

Weitere frauenpolitische Ziele sind anzugehen, wenn allein oder in Partnerschaft Lebende, allein Erziehende oder berufstätige Frauen und Familienfragen im Mittelpunkt stehen. Die Auswirkung der Hartz-Gesetze speziell für Frauen ist ein aktuelles Thema und ganz besonders in Wahljahren motiviert der Arbeitskreis Frauen zur Kandidatur und möchte vor allem, dass sie das lang umkämpfte Stimm- und Wahlrecht auch tatsächlich wahrnehmen. Die "verlässliche Grundschule", Rentenfragen, oder "Häusliche Pflege" sind weitere Themenschwerpunkte, genauso wie die Forderung des Landfrauenverbandes nach gesellschaftlicher Anerkennung der Frauenarbeit in Familie, Beruf und nicht zuletzt im Ehrenamt.

rr