Lokales

Tipps der Polizei sollten beachtet werden

Die Zahl der Wohnungseinbrüche nimmt erfahrungsgemäß in der dunklen Jahreszeit wieder zu leider! Glücklicherweise sind die Fallzahlen im Landkreis Esslingen in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Trotzdem schlugen Einbrecher im laufenden Jahr kreisweit bereits 222 Mal zu und entwendeten dabei vor allem Schmuck und Bargeld.

KREIS ESSLINGEN Ein äußerst unangenehmes Phänomen sind, so die Polizei in einer Pressemitteilung, die sogenannten Tageswohnungseinbrecher. Sie kommen meist tagsüber und räumen Häuser und Wohnungen auch selbst dann aus, wenn die Bewohner zu Hause sind. Oft werden die Objekte aber auch am Tag ausspioniert und bei einsetzender Dunkelheit oder am Abend wird dann der Einbruch verübt. Die Polizei im Landkreis hat in diesem Jahr 70 solcher Fälle registriert.

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Das Polizeirevier Kirchheim wird nun in den nächsten zwei Wochen verstärkt Streifen in Wohngebiete schicken, die dort auch auf die Bewohner zugehen werden. Die Polizisten werden vor allem auf offenstehende oder nicht verschlossene Fenster und Türen hinweisen und Tipps zur Vermeidung von Wohnungseinbrüchen geben. Dazu werden in Kirchheim, Dettingen und Weilheim auch Flyer verteilt, die eine ganze Reihe nützlicher Tipps enthalten. Da die Polizei aber nicht überall sein kann, ist sie insbesondere bei der Suche nach Wohnungseinbrechern auf Hinweise angewiesen. Einbrecher und Diebe können auffallen, wenn Sie ihr Wohnumfeld aufmerksam beobachten.

Nachfolgend noch einige der wichtigsten Tipps zur Sicherung von Häusern und Wohnungen vor Einbrechern: Auch bei kurzer Abwesenheit sollten Fenster sowie Haus- und Wohnungstüren grundsätzlich abgeschlossen sein. Gesichert werden müssen vor allem Fenster und Balkontüren. Hierzu gibt es sogenannte Einbruchssicherungen. Solche zusätzlichen Vorrichtungen zwischen Fenster und Fensterrahmen, Tür und Türrahmen, sowie Einbruch hemmende Drehkippbeschläge und abschließbare Fenster- und Türgriffe sorgen, so die Polizei, für ein hohes Maß an Sicherheit. Rollladen aus Metall oder ähnlich festem Material mit automatischer Verriegelung erhöhen den Schutz von Fenstern und Balkontüren. Bad- und Toilettenfenster, die erfahrungsgemäß in Kippstellung stehen, sollten ebenso wie Kellerfenster mit Gittern gesichert werden.

Beachten sollte man, dass heruntergelassene Rollos nur anzeigen, dass die Bewohner nicht zuhause sind. So sollten auch bei längerer Abwesenheit die Rollladen oben gelassen werden. Dachfenster können mit einer hinter der Scheibe liegenden flexiblen Folie oder Plexiglas gesichert werden. Zerstört ein Eindringling das Glas, halten diese Vorrichtungen das gesplitterte Glas zusammen, da sie für einen Nachfedereffekt sorgen.

Der beste Schutz vor Einbrechern neben geeigneten Schutzvorrichtungen ist eine gut funktionierende Nachbarschaft, weiß die Polizei. So sollten die Nachbarn bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort über die Notrufnummer 110 die Polizei alarmieren.

Weitere Tipps, Auskünfte oder Terminvereinbarungen für Beratungen werden unter Telefon 07 11/39 90-136 oder E-Mail esslingen.pd.kbst@polizei.bwl.de entgegengenommen. Informationen rund um das Thema "Wohnungseinbruch" erhalten Interessierte zudem auf der Homepage der Polizeidirektion Esslingen unter www.polizei-esslingen.de.

lp