Lokales

Tipps zur Vorsorge

Das Interesse war groß an der jüngsten Vorstandssitzung des Kreisseniorenrats. Die Themen lockten rund 50 Besucher nach Filderstadt-Plattenhardt. Es ging insbesondere darum, rechtzeitig die Weichen zu stellen und Vorsorge zu treffen, bevor sich die Lebensgrundlagen ändern.

FILDERSTADT Dr. Ernst Bühler vom Geriatrischen Schwerpunkt Esslingen referierte über die "Vorsorgenden Papiere". Ganz wichtig sei es, Menschen des Vertrauens einzubeziehen, da Situationen eintreten könnten, in denen man unter Umständen nicht mehr in der Lage sei selbst zu entscheiden. Eindrucksvoll schilderte Dr. Bühler an Hand eines Patientenbeispiels die Notwendigkeit der richtigen und wohlüberlegten Vorsorge. Er wies dabei auf den Sinn einer fachkundigen Beratung hin, die im ganzen Kreis von gut ausgebildeten Ehrenamtlichen angeboten werde.

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Margit Kurfess und Ernst Heldele von der Wohnberatung Filderstadt zeigten Chancen auf, wie Ältere möglichst lange selbstbestimmt und barrierefrei zu Hause leben könnten und sich so ein Heimaufenthalt vermeiden lasse. In den vergangenen zwei Jahren wurden im Landkreis Esslingen schon 14 Standorte für "Betreutes Wohnen zu Hause" eingerichtet. Seit Januar 2008 gibt es in Filderstadt ein neues Projekt "Via", das vom Wohlfahrtswerk Baden-Württemberg initiiert wurde. Ziel ist, so Katharina Kiewel vom Haus am Fleinsbach, den Wunsch vieler älterer Menschen zu erfüllen, nämlich sicher und selbstbestimmt in der eigenen Wohnung zu bleiben. Dies werde nur gelingen, wenn bürgerschaftliches Engagement als "sozialer Kitt" in einem Netzwerk, das alle Initiativen für Senioren einer Gemeinde umfasse, eingebracht werde.

Sicherheitsprävention war das Thema von Klaus Holzmann von der Landespolizeidirektion Esslingen. Er berichtete über die Sicherheitsberater, ein gemeinsames Projekt von Kriminalpolizei und dem Kreisseniorenrat. Durch Vorträge und Empfehlungen sollen die Ängste und Unsicherheiten vieler älterer Menschen vermieden werden.

rh