Lokales

Todessturz: Ein "fataler Irrtum"?

AICHTAL Nach der Obduktion des am Montag bei Aichtal-Neuenhaus tödlich abgestürzten 31-Jährigen und ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der Mann einem tragischen Irrtum zum Opfer gefallen ist und gar nicht wusste, dass er sich auf einer Brücke befand.

Anzeige

Wie berichtet, war der 31-jährige Mann aus dem Kreis Ludwigsburg über 50 Meter abgestürzt und dabei ums Leben gekommen. Er hatte zuvor wegen einer Reifenpanne am rechten Standstreifen der B 27 etwa in der Mitte des Aichtalviadukts angehalten. Anschließend hatte er den Reifen gewechselt. Gegen 7 Uhr war der Mann dann tot auf einer Wiese unter der Brücke aufgefunden worden.

Aufgrund der Obduktion kommt ein vorausgegangener Verkehrsunfall als Todesursache nicht in Betracht. Demnach hat der 31-Jährige die schweren Kopfverletzungen beim Sturz von der Brücke erlitten. Auch ein Suizid kann laut Polizeiangaben weitgehend ausgeschlossen werden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann einem fatalen Irrtum zum Opfer gefallen ist. Er hatte offensichtlich nicht gewusst, dass er sich auf einer Brücke befand. Aus nicht bekannten Gründen ist er vermutlich über die Brüstung gestiegen und abgestürzt.

Zwischenzeitlich haben sich auch mehrere Zeugen bei der Polizei gemeldet. Einer der Zeugen hatte den Opel Corsa des 31-Jährigen bereits kurz nach Mitternacht auf der Brücke stehen sehen.

lp