Lokales

Tokic verhindert Niederlage in der Verlängerung

Reichlich schwer tat sich Tischtennis-Bundesligist TTC Frickenhausen gegen Aufsteiger TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell. Vor heimischem Publikum kamen die Frickenhausener über ein glückliches 5:5 nicht hinaus. "Wir haben heute einfach nicht gut gespielt," war das Fazit des enttäuschten Managers Reuhl.

OLAF NÄGELE

Anzeige

FRICKENHAUSEN Nur knapp entging der TTC Frickenhausen der zweiten Niederlage in Folge. Gegen Gönnern-Bezwinger Fulda musste sich das Team von Trainer Qiu mit einem Remis begnügen. Dabei sah der Start der Doppel sehr vielversprechend aus. Ma Wenge und Jens Lundquist fertigten Jörg Schlichter und Qing Yu Meng im Auftaktsatz mit 11:2 ab, mussten aber ebenso deutlich den Ausgleich hinnehmen. Das brachte die beiden aus dem Rhythmus, den sie erst im vierten Satz beim Spielstand von 8:9 wieder fanden. In der Verlängerung glichen sie aus und bogen doch noch in die Siegerstraße ein.

Torben Wosik und Bojan Tokic konnten ihrem Spiel keine Wende geben. Ohne den nötigen Biss überließen sie dem souverän auftretenden Duo Waldner/Feng das Spiel und mussten sich ohne Satzgewinn beugen. Die nächste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten. Ausgerechnet Erfolgsgarant Ma Wenge sah gegen den Akteur des Abends Feng Zhe äußerst blass aus. Der Chinese konnte jeden Angriff von Frickenhausens Nummer eins parieren und Ma fand keine Mittel gegen ihn. Bezeichnend für sein Spiel war der zweite Satz, den er trotz 10:7-Führung verlor. Am Ende verließ er mit einer klaren 0:3-Niederlage die Box.

"Ma hat die ganze Saison überragend gespielt, da kann ein Spiel auch einmal so laufen," nahm Manager Reuhl den Chinesen in Schutz. Ganz anders verlief es bei dem Duell der Schweden, Lundquist gegen Waldner. Die Tischtennislegende Waldner begann stark und es schien, als könne der 40-Jährige an seine brillante Leistung der Vorwoche anknüpfen, als er drei Punkte zum 6:2-Sieg gegen Gönnern beisteuerte. Doch als Lundquist im zweiten Satz seine Kämpferqualitäten auspackte und in der Verlängerung ausglich, war der Bann gebrochen. Frickenhausens Nummer zwei dominierte die Begegnung bis zum Schluss und ließ sich seinen 3:1-Erfolg nicht mehr nehmen.

Wenig zu melden hatte der wieder genesene Meng gegen Torben Wosik. Der deutsche Nationalspieler war trotz Knieverletzung agiler und aggressiver. Meng blieb in seiner defensiven Haltung chancenlos und trug zum berechtigten 3:0-Sieg von Wosik bei. Ähnlich viel Schwung hätte man Bojan Tokic gewünscht, der mit dem gebürtigen Nürtinger Jörg Schlichter eigentlich noch ein Hühnchen aus dem Hinspiel zu rupfen hatte. In Fulda hatte er gegen den 22-Jährigen verloren und auch an diesem Abend fand er gegen den emsigen und kämpferisch starken Schlichter keine Mittel. So gab es für den Slowenen an diesem Abend wieder nichts zu holen. Mit 0:3 ging er in die Pause. Auch nach dem Break ging es ausgeglichen weiter.

Beim Match der "Tischtennis-Oldies", Ma gegen Waldner, dauerte es einen Satz, bis der Chinese die Unbeweglichkeit des Schweden erkannt hatte und seine Chancen konsequent nutzte. Die Führung des TTC hielt jedoch nicht lange. Auch Jens Lundquist konnte gegen Feng Zhe nichts ausrichten. "Er war heute einfach zu stark," fasste der Schwede kurz und knapp zusammen. Und auch Jörg Schlichter war für das hintere Paarkreuz des TTC an diesem Abend einfach zu stark. Er blieb auch nach einem 0:1-Rückstand gegen Torben Wosik dran und steigerte sich von Satz zu Satz. Mit dem 3:1-Erfolg brachte er sein Team in Führung und Meng hätte die Sensation fast perfekt gemacht. Er glich Bojan Tokics 2:0-Führung aus, bevor der Slowene im Verlängerungssatz das Heft noch einmal an sich riss und das Unentschieden sicherte.

Manager Reuhl versuchte sich an einer Erklärung: "Bei uns sind im Moment nicht alle Spieler fit. Aber das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir heute einfach nicht gut gespielt haben."

Ma/Lundquist Schlichter/Meng 3:2 (11:2, 5:11, 10:12, 13:11, 11:4); Wosik/Tokic Waldner/Feng 0:3 (10:12, 9:11, 9:11); Ma Feng 0:3 (8:11, 10:12, 7:11); Lundquist Waldner 3:1 (8:11, 13:11, 11:3, 11:7); Wosik Meng 3:0 (11:8, 11:3, 11:7); Tokic Schlichter 0:3 (8:11, 8:11, 7:11); Lundquist Feng 0:3 (6:11, 12:14, 13:15); Ma Waldner 3:1 (9:11, 11:2, 11:1, 11:6); Wosik - Schlichter 1:3 (11:8, 10:12, 3:11, 6:11); Tokic Meng 3:2 (11:8, 11:7, 3:11, 6:11, 11:7)