Lokales

Toller Sound und fetziges Theater

Im Bürgerhaus in Lindorf fand die traditionelle Winterfeier des Musikvereins statt. Der Vorsitzende Manfred Haack konnte zahlreiche Gäste begrüßen, darunter viele Ehrengäste.

KIRCHHEIM Das Programm startete mit dem musikalischen Teil der Jugendkapelle unter Leitung ihres Dirigenten Jürgen Martin. Mit den Titeln Motocross Marsch, Soldiers Song, Flutes Espania, Just a Closer Walk with Thee und Feliz Navidad zeigte die Jugendkapelle, dass mit 27 Musiker und Musikerinnen ein toller Sound produziert werden kann. "Just a Closer Walk" und die "Flutes Espania" fanden beim Publikum besonderen Gefallen, da sich einzelne Instrumentengruppen mit Solis vorstellten.

Anzeige

Die Stammkapelle startete ihre musikalische Darbietung unter der bewährten Leitung ihres Dirigenten Vichan Molerov mit dem Marsch Salve Imperator von Julius Fucik. Ein imposanter Start mit einem stechenden, triolierenden Marsch in dem doch kleinen Bürgerhaussaal. Mit einem für die Zuhörer wie für die Musiker schwierigen Stück ging es weiter. Tournament beschreibt die Zeit der Ritterkämpfe und der Festspiele, die in hohen Schlossmauern stattfanden. Ein harmonisch sehr schweres Stück, aber auch ein ganz neues Klangerlebnis.

Nur ein Versuch hieß es dann, und diese Ansage galt dem Walzer, der traditionell ein Bestandteil des Abends darstellte. Ein Walzer Rondo von Carl Teik der durch ein sehr klar gespieltes Tenorhornsolo eingeleitet wurde.

Es folgte die Ehrung der Vereinsmitglieder, ausgeführt durch Herbert Block, der in seiner Dankesrede im Namen des Kreisverbands der Blasmusik Esslingen die großartigen Leistungen, das Engagement und den Arbeitseinsatz für den Verein herausstellte und die Notwendigkeit solcher Ehrungen deutlich machte. Er konnte dem passiven Mitglied Werner Schäfer für 50 Jahre Mitgliedschaft Dank und Anerkennung aussprechen. Sabine Lochner wurde für 30 Jahre aktives Musizieren im Verein, sowie für die Mitarbeit in der Vorstandschaft geehrt. Katharina Frik, Moritz Zeeh und Hannes Rübbert wurden für zehn Jahre aktives Musizieren geehrt.

Eine Hommage an Queen mit ihrem Leadsänger Freddy Mercury folgte. Bohemian Rhapsody, ein sehr melancholisches Stück lässt Erinnerungen an die alten Zeiten hochkommen, die durch rasante Tempowechsel immer wieder unterbrochen werden. Die Polka durfte im musikalischen Programm natürlich nicht fehlen.

Den Höhepunkt des musikalischen Programms stellte das Stück Charles Chaplin von Marcel Peeters dar. Der Komponist orchestriert in seinem Werk, das als Höchststufenstück kategorisiert wird, mit großem Talent eine unvergessene Reihe von Filmen des legendären Komikers Charles Spencer Chaplin. Marcel Peeters, selbst Klarinettist, verlangte dem Holzsatz Präzision und die Führung des Orchesters ab, was beim Publikum wunderbar ankam. Der Kracher dann zum Schluss, Sing Sing Sing, der Swing-Klassiker des Benny Goodman Orchestras brachte den Bürgerhaussaal zum kochen und ein fantastisch gespieltes Schlagzeug steckte das Publikum zum mitwippen an. Uli Kreher, der schon traditionell mit Charme, Witz und aktuellen Themen durchs Programm führte, kündigte das Ende des musikalischen Programms an, das durch Winter Wonderland weihnachtlich abgerundet wurde.

Nach einer kurzen Pause hieß es erneut Hallo, bei schwäbisch gschwätzt, gspielt ond gsonga mit letzterem ging es los. Mit dem Eröffnungslied, Theater im Bürgerhaus, wurden die Gäste zum zweiten Teil des Abends mit Theater und Musik begrüßt. Das erste Theaterstück spielte in einem urschwäbischen Wirtshaus. Musikalisch geht es fast a cappella weiter mit der Einstimmung auf das nächste Stück und der Vorhersage: Guck, guck i han a Ufo gseah ! Zwei Schwoba im Weltall befinden sich auf dem Weg zur Raumstation Mir, um dort den Frieden mit den Russen zu feiern . . .

Den tollen Abschluss des Theaters bildete das Sängerquartett. Nach dem obligatorischen Abschiedslied erntete die Gruppe unter der Leitung von Andrea Schäfer viel Applaus und der Abend endete bei gemütlichem Beisammensein.

am