Lokales

Tolles Programm für Bund-Spatzen

Die Jugendleiterin der Bund-Spatzen, die Sozialpädagogin Birgit Lübben, berichtete auf der Jahreshauptversammlung der BUND-Ortsgruppe Kirchheim über die zahlreichen Aktivitäten, die sie zusammen mit den Kindern im Alter von sieben bis elf Jahren durchgeführt hat.

KIRCHHEIM Sie betonte, dass das unmittelbare Erleben der Natur für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gerade in einer Zeit, in der man Jugendlichen Medienfixierung, Bewegungsarmut und Naturentfremdung nachsagt, immer wichtiger wird. Ein breitgefächertes Natur- und Umwelterleben ist Grundlage für ein solides Umweltwissen. Dabei legen die Betreuerinnen Birgit Lübben und Levinia Pietrzik großen Wert darauf, die Kinder spielerisch mit den vielfältigen Lebensräumen der Kulturlandschaft vertraut zu machen und ihnen möglichst viele erlebnis- und lehrreiche Begegnungen mit der Natur zu bieten. Alles nach dem Motto der Natur- und Umweltschützer, "nur was man kennt, kann man auch schützen".

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Im Herbst des vergangenen Jahres drehte sich zunächst alles um die Streuobstwiesen. Die Spatzen beteiligten sich an der Apfelernte und sammelten Holunderbeeren. Anschließend bereiteten sie daraus Apfelsaft und Holunderbeermarmelade. Nach einem Besuch bei den Schafen auf der Streuobstwiese wurden aus der Wolle dieser natürlichen "Rasenmäher" Sitzkissen gefilzt.

Im Dezember waren die Aktivitäten durch das bevorstehende Weihnachstfest geprägt. Natürlich wurden Gutsle gebacken und aus umweltfreundlichen Materialien Weihnachtsgeschenke gebastelt. Die kalten Temperaturen im Januar, Februar und März hielten die Gruppe nicht davon ab, sich intensiv mit dem Thema Wald zu befassen und vor Ort Waldspiele und eine Waldrallye zu machen. Der Höhepunkt dieses Themenbereichs war der Termin mit Revierförster Rittler. Die Kinder durften bei der Pflanzung von Laubbäumen mit Hand anlegen.

Bei einem Besuch im Kirchheimer Katzenasyl konnten sich die Kinder ein Bild vom Leben herrenlosen Katzen machen. Vor Ostern wurde Lustiges aus Hefe gebacken und natürlich durfte auch das Färben von Ostereiern mit Naturmaterialien nicht fehlen. Schon vor Ostern und noch bis ins späte Frühjahr hinein stand das Leben in Bächen und Seen im Mittelpunkt des Programms. Mit Becherlupen ausgestattet, beobachteten die Kids, wie nach dem langen Winter das Leben in Flussläufen und an Teichen und Seen erwacht und Frösche, Kröten und Molche in die Gewässer zurückkehren. Damit war auch die Zeit gekommen, die Entwicklung dieser Tierarten im Wasser über einen längeren Zeitraum zu verfolgen. Die Kinder durften aber auch "Froschiges" töpfern und Wasserräder basteln, die sofort am Bachlauf ausprobiert werden konnten.

Das Highlight in diesem Themenbereich ist aber das Filmprojekt, mit dem das Leben der heimischen Amphibien dokumentiert werden soll. Vom Frühjahr 2006 bis Frühsommer 2007 begleiten die Spatzen die Tiere mit der Kamera und machen Aufnahmen, die zu einem kurzen Lehrfilm zusammengefasst werden.

In der Aussprache, die sich an den Bericht der Jugendleiterin anschloss, brachten die Mitglieder der Kirchheimer Ortsgruppe viel Lob für ein abwechslungsreiches Programm zum Ausdruck, das sehr lehrreich, aber zu keiner Zeit schulmeisterlich oder langweilig daherkommt.

bl