Lokales

Top-5-Platz auf Wunschzettel der Teckteams

Ordentlich "aufgemischt" vor dem Saisonstart wurde die Bezirksliga: Gleich fünf "Neulinge" mischen heuer mit. Neben Landesliga-Absteiger SC Geislingen kommen die vier Aufsteiger SSV Göppingen, TSV Deizisau, TSV Raidwangen und der TSV Köngen II neu hinzu.

Nach dem Abstieg der SGEH ist mit dem TSV Notzingen, dem TSV Jesingen und dem TSG Zell lediglich noch ein Mannschafts-Trio aus dem Verbreitungsgebiet Vertreter im Bezirksoberhaus.

Schillernd(st)e Trainerfigur in dieser Saison: Claus Maier, fünf Jahre lang auf dem Großbettlinger Staufenbühl spielender Coach, verabschiedete sich mit dem Landesliga-Aufstieg und heuerte im Notzinger Eichert als Nachfolger von Stefan Hauss-mann an. Maier, Mann mit Regionalliga-Erfahrung (beim VfL Kirchheim) und Vater einer Tochter, gilt als Positivdenker. Skeptisch war er nur, als die Stammkräfte Patrick Brucker (zum Landesligisten FC Frickenhausen) und Gaetano Caruana (zum Verbandsligisten FC Donzdorf) trotz Zusage für die neue Saison kurzfristig doch noch gingen. "So schnell konnte natürlich kein gleichwertiger Ersatz mehr verpflichtet werden." Dennoch glaubt der 38-Jährige: "Wir haben auch ohne die beiden einen guten Kader." Verabschiedet vom Vizemeister hat sich auch Torwart-"Legende" Bernhard Feldmann. Der, ein 37-jähriger Taxifahrer, wechselte zum Landesligisten FC Nürtingen 73.

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Ob die Notzinger auch 2006/07 um den Aufstieg mitmischen können? Zielvorgabe der Funktionäre ist es, "unter die ersten Fünf" zu kommen.

Eine durchaus erfreuliche Saison hat der TSV Jesingen hinter sich gebracht, mit dem Bezirkspokalsieg gab es einen schönen Abschluss. Allerdings: Der Frust über den in der Saisonendphase "verspielten" Bezirksliga-Rang zwei der zur Aufstiegs-Relegation berechtigt hätte saß zwischendurch tief.

Nur unwesentlich verändert hat sich der Jesinger Spielerkader. Recht viel verspricht sich Trainer Klaus Müller, der nun bereits im sechsten Jahr in den Lehenäckern trainiert, vom "Oberlenninger" Neuzugangs-Duo Yusuf Cetinkaya und Nikolaos Filios. Cetinkaya gilt als einer mit richtigem Torriecher und kann auch als "Zehner", sprich Spielmacher, eingesetzt werden. Filios ist eine gute Alternative im Defensivbereich. Fehlen wird im Angriff der kopfballstarke Manfred Heiland, der nach seinem einjährigen Gastspiel wieder in den heimatlichen Bergwald nach Ohmden zurückkehrte. Auch Ilker Karlitepe (24) und Neuzugang Servet Isik (20/TSV Schönaich) fehlten aber nur in der Vorbereitung: Heimaturlaub in der Türkei. Müller erhofft sich einen Platz unter den ersten Fünf.

Zwei Jahre Abstiegsstress unter dem Aichelberg. Das soll sich in dieser Saison endlich ändern. Andreas Wohlleben, Spielleiter des TSG Zell, bringt es auf den Punkt: "Wir wollen endlich einmal nicht mehr zittern und so schnell wie möglich die Punkte zum Klassenerhalt holen." Am Ende soll es mindestens Rang acht werden, so die Wunschvorstellung des TSG. Der Ex-Kirchheimer Antonino Singh hat die Zeller nach einer halben Saison in Richtung Landesliga (Großbettlingen) wieder verlassen. Neu beim TSG ist Alexander Heinz vom ASV Eislingen, ein Abwehrspezialist. Ex-VfL-II-Kicker Dirk Sautter, der zuletzt beim TSV Oberlenningen spielte, kehrt mit seinem TSG-Engagement derweil in die Bezirksliga zurück.

Auch Kai Thomas ist neu. Sein TSG-Enstand war allerdings keiner nach Maß. Eine Knieoperation und die anschließend eher schleppend verlaufene Rekonvaleszenz warfen den Torjäger empfindlich zurück.

Als hoher Titelfavorit wird unter den Liga-Experten der SV Göppingen gehandelt. Das Saisonziel des Vereins unter dem Hohenstaufen ist "Rang eins oder zwei." Das sagt eigentlich schon alles. Deshalb steht Trainer Uli Haug vom ersten Spieltag an unter höchstem Erwartungsdruck. Ob Landesligaabsteiger SC Geislingen ganz vorne mitmischen kann, muss sich erst noch zeigen. Werner Achtzehner ist auch unter der Teck ein beliebter Trainer. Er hat mit "seinem" TSV Raidwangen den Bezirksliga-Aufstieg geschafft der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Nun geht's um den Klassenerhalt.

Genauso wie beim TSV Deizisau. Der kehrt nach fünf Jahren Liga-Abstinenz wieder zurück ins Oberhaus. Für die Kicker aus der "Hinteren Halde" steht das "Überleben" im Vordergrund.