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Trafowerk: Betriebsrat sieht Perspektive

KIRCHHEIM Die Verhandlungen um die Zukunft des Siemens-Trafowerks Kirchheim gehen in die entscheidende Phase. Nach wie vor fordert der Konzern eine massive Kostensenkung, ansonsten drohe die Verlagerung der Produktion nach Ungarn.

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Nach Auskunft von Dieter Betz, Betriebsratsvorsitzender des Trafowerks, und Helmut Hartmann, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Esslingen, bestätigen die von Arbeitnehmerseite in Auftrag gegebenen Gutachten die betriebswirtschaftlichen Zahlen der Siemens AG: "Sie zeigen aber auch auf, dass es Möglichkeiten gibt, den Standort zu erhalten." Über viele Jahre hinweg, so Hartmann und Betz, sei in Kirchheim Personal abgebaut worden, "die Strukturen in der Führungsebene aber blieben bestehen." Die Folge seien überdurchschnittlich hohe Personalkosten. Hinzu komme ein Vertriebsproblem. "Weil Siemens für den Bereich der Trafos keinen eigenen direkten Vertrieb hat, werden die Marktchancen nicht voll genutzt."

Eine Anpassung der Führungsstruktur und Korrekturen beim Vertrieb sind deshalb für den Betriebsrat und die IG Metall entscheidend, wenn es um die Zukunft des Standorts geht. Wird zudem eine Perspektive für die Erhaltung der Arbeitsplätze bis zum Jahr 2010 gegeben, seien die Arbeitnehmer auch zu Einschränkungen bei Lohn und Gehalt bereit.

ho