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Trainer im Clinch

DITZINGEN VfL-Abteilungsleiter Winfried Scholz war sehr angetan von der tollen Leistung der jungen Kirchheimer Truppe. "Ich muss den Spielern ein Kompliment machen", sagte er.

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Spielertrainer Michael Rentschler, der seine Mannschaft glänzend auf den Gegner eingestellt hatte, war allerdings nicht mit allem zufrieden. Sein Kommentar: "Wir freuen uns über die drei Punkte, konzentrieren uns aber auf die Dinge, die wir noch besser machen können." Dabei betonte der VfL-Übungsleiter: "Vor allem das Spiel mit Ball hat mir nicht gefallen. Ich denke, wir können das noch besser." Das Führungstor durch den ehemaligen Ditzinger Spieler Rasmus Dashi war glänzend herausgespielt und fiel nach einem 40-Meter-Pass von Christopher Eisenhardt auf Marcel Klon. Danach setzte sich Klon auf der rechten Angriffsseite gegen seinen Gegenspieler durch; seine gut getimte Flanke verwandelte Dashi zum viel umjubelten 1:0.


Irgendetwas trieb dem sportlichen Leiter Norbert Krumm auf der Trainerbank die Zornesröte ins Gesicht. Was war passiert? Das: Dashi hatte sich beim Torjubel zu sehr gefreut, riss sich das Trikot vom Leib Folge: Schiedsrichter Franz Köteles (Reutlingen) zeigte ihm die Gelbe Karte. Krumm war außer sich vor Wut.


Rentschler reagierte später: Er nahm Dashi frühzeitig aus der Partie. Was nachvollziehbar war, denn nach einigen Nicklichkeiten mit seinem Gegenspieler war der Kirchheimer Torschütze einer Gelb-Roten Karte sehr nahe. Zuvor war der Ditzinger Michael Waidelich wegen Trikotziehens und einem vorausgegangen Foulspiel frühzeitig zum Duschen geschickt worden. Was TSF-Trainer Jens-Uwe Zierer in der Pressekonferenz immer noch mächtig ärgerte. "Wir haben wohl verdient verloren, aber an dieser Niederlage hat das Schiedsrichtergespann auch seinen Teil dazu beigetragen."


Weiter haderte der TSF-Coach mit seinem Kontrahenten Rentschler er beschuldigte ihn, die mitentscheidende Gelb-Rote Karte mit beeinflusst zu haben. "Ich finde es unfair, den Schiedsrichter darauf hinzuweisen, eine Gelbe Karte zu geben", sagte Zierer. Der VfL-Coach konterte gelassen. "Das macht doch fast jeder."


Für VfL-Spielleiter Mario Grimm kamen die beiden Siege zum Saisonstart nicht überraschend. "Wir haben in den sechs Wochen Vorbereitungszeit hart arbeiten müssen." Fabio Morisco, der kämpferisch wieder zu überzeugen wusste, fügte hinzu: "Wir haben eine tolle Kameradschaft und die Stimmung ist hervorragend."


Baldmöglichst seinen Teil zum weiteren VfL-Aufschwung beitragen will Torsten Raspe, der auch unter den 300 Zuschauern auf der Tribüne weilte und der VfL-Mannschaft ebenfalls ein Kompliment machte. "Ich freue mich, bald in Kirchheim Fußball spielen zu können."


Auch die VfL-Fans dürfen sich freuen. Nächsten Samstag erwartet der VfL Kirchheim mit der SG Sonnenhof-Großaspach, die in dieser Saison sicherlich zu den Mitfavoriten zählt.