Lokales

Training und tägliche Abspecktour

KIRCHHEIM Einen Monat lang vom 21. Juni bis zum 18. Juli erhielten alle teilnehmenden Radler Protokollkarten, auf denen zu vermerken war, wann gearbeitet und wann mit dem Rad zur Arbeit gefahren wurde. Entscheidend war der prozentuale Anteil der "Radtage", der statistisch ermittelt wurde. An 95 Prozent der Arbeitstage wurde durchschnittlich mit dem Fahrrad gefahren. Von den 36 Teams mit je vier Mitgliedern aus Betrieben rund um Kirchheim schafften 33 die Vorgabe, an 50 Prozent ihrer Arbeitstage mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Die erfolgreichen Teams nahmen an einer Verlosung teil, wobei den beiden Siegerteams jeweils ein Verzehrgutschein in der Sportgaststätte Nabern beziehungsweise in der Sporthallengaststätte Jesingen überreicht werden konnte.

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Zur Preisverleihung kamen nicht nur die Teamsieger in die AOK. Auch die zuvor ausgelosten Einzelpreise wurden an die eifrigen Radler verteilt. Als Hauptpreis gab es für drei Personen je einen zweitägigen Reisegutschein der Firma Buck Fahrradreisen. Durch die Unterstützung von BikeArt und AOK gab es weitere radspezifische Preise wie Radtaschen, Rucksäcke und Regenjacken sowie T-Shirts und Trikots zu gewinnen.

Besonders engagiert waren die Teams der Volksbank Kirchheim-Nürtingen sowie eines der 15 Teams der Stadtverwaltung Kirchheim, deren Mitglieder alle einen Monat lang jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit gefahren sind. Die große Beteiligung von Seiten der Stadtverwaltung ist leicht nachzuvollziehen, gilt die Stadt Kirchheim doch als besonders fahrradfreundlicher Arbeitgeber. Auch Martin Zimmert (wir berichteten), Tiefbauamtsleiter der Stadt Kirchheim, weiß die Vorteile mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, auch als Schlipsträger, zu schätzen: Natur genießen, von der Arbeit abschalten und im Verkehr schneller unterwegs sein als mit dem Auto.

Woher die Teilnehmer ihre Motivation nehmen, ist sehr unterschiedlich. Manche haben ehrgeizige Ziele und fahren Rad, um sportliche Wettkämpfe bestreiten zu können und so ihr Trainingspensum zu erreichen. Andere wollen etwas für die Gesundheit tun und das Körpergewicht herunter-"radeln". Die meisten sind also schon vor der Aktion motiviert, haben konkrete Ziele. Ob das im Einzelfall wirklich so ist und ob die Teilnehmer auch in Zukunft weiterradeln, ging ebenfalls aus den Teilnehmerkarten hervor. Für diejenigen jedenfalls, die durch die Aktion zum Radfahren gekommen sind und auch weiterhin dabei bleiben wollen, gab es eine kleine Motivationsspritze: Die Teilnehmer durften sich über eine Trinkflasche oder ein Fahrradreparaturset freuen.

Ziel der Aktion war es unter anderem, das Radfahren um Kirchheim populärer zu machen, einen Beitrag dazu soll auch der heutige Mittwoch leisten. An diesem Tag steht ganz Europa im Zeichen der Idee "Mobil ohne Auto". Spanier, Franzosen, Engländer und Deutsche . . ., alle sind angehalten, an diesem Tag ihre Autos in den Garagen stehen zu lassen, um so auch der Natur ein Stück weit entgegen zu kommen. Die gelungene Aktion "Mobil ohne Auto" im Tiefenbachtal am vergangenen Sonntag war hierfür bereits ein erster Auftakt.