Lokales

Tulpen bewundert

KIRCHHEIM Der Klosterführer begrüßte die Gäste mit dem alten Willkommensgruß der Zisterzienser "Die Tür ist geöffnet, das Herz noch mehr!" Das Kloster wurde um 1185 von Pfalzgraf Rudolf von Tübingen begründet, 1190 den Zisterziensern übergeben und bis nach 1500 ausgebaut.

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Nach der Reformation wurde das Kloster Bebenhausen in eine Hohe Evangelische Schule umgewandelt, ein Abschluss dort bedeutete eine Freikarte für den Besuch der Uni Tübingen. Ab 1806 begann die Auflösung der Schule, es wurde ein Jagdschloss für die Könige von Württemberg daraus, die im angrenzenden Schönbuch reichlich Beute fanden.

Von 1946 bis 1952 Sitz des württembergischen Landtags, befindet sich dort heute die Forstverwaltung und ein Museum. Besonders beeindruckend: die Klosterkirche, Kapitelsaal, Dormitorium und das Brunnenhause sowie als Höhepunkt das Sommerrefektorium. Nach so viel Geschichte fuhr die Gruppe zum Mittagessen nach Sickenhausen.

Nächste Station war das alte Rathaus in Gönningen, dort erwartete die Albvereinssenioren ein Führer, zuerst für das kleine Museum, in dem das schwere Leben der Gönninger Samenhändler, die in ganz Europa unterwegs waren, dargestellt ist. Dann ging es gemeinsam zum Gönninger Friedhof. Die Einwohner bepflanzen die Gräber dort liebevoll mit einer Vielzahl von Tulpen, alle waren begeistert von den Farben, besonders gefielen die Sorten Canasta, Calgary und Schneeball. Auf einem Tulpenfeld konnten sich die Gartenliebhaber über viele Sorten kundig machen.

Anschließend fuhr der Bus die steile Steige nach Genkingen hoch. Mit Blick über die schöne Albhochfläche kehrte die Gruppe zum Kaffee beziehungsweise Vesper ein. Über Holzelfingen, mit freier Sicht auf den Lichtenstein, und fröhlichen Liedern fuhren die Seniorenwanderer erfüllt von dem schönen Tag heimwärts.

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